Köln hat 55 neue Informationstafeln in fast allen 22 Naturschutzgebieten aufgestellt. Was dort verboten ist und warum das alle angeht, erfährst du hier.
Ob beim Spaziergang durch die Rheinauen oder einer Runde im Königsforst – Kölns Naturschutzgebiete sind beliebt. Und genau das ist manchmal auch das Problem. Denn nicht alle Besucher wissen, was in diesen sensiblen Gebieten erlaubt ist und was nicht. Die Stadt Köln hat jetzt reagiert und in den vergangenen Monaten an 55 Standorten in fast allen ihrer 22 Naturschutzgebiete neue Informationstafeln aufgestellt.1
An den Eingängen der Gebiete zeigen die neuen Schilder Besuchern zunächst die offiziellen Wege. Wer davon abweicht, riskiert nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern stört möglicherweise auch Vögel beim Brüten – das erklären Texte direkt auf den Tafeln.1 Damit man die markierten Wege auch wirklich erkennt, gibt es jetzt Holzpfähle mit einem roten Kopf als Wegmarkierungen.
Im Inneren der Gebiete klären Piktogramme darüber auf, was hier verboten ist. Die Liste ist länger, als viele vielleicht denken:1
Das klingt erstmal nach vielen Einschränkungen – aber der Grund dahinter ist simpel: Tiere und Pflanzen brauchen Rückzugsorte. Und genau das sollen diese Gebiete bieten.1
Die Stadt Köln sagt: ja, wenn man es richtig angeht. Mit dem Projekt soll die doppelte Funktion der Naturschutzgebiete „konfliktfrei miteinander verbunden werden“ – Menschen sollen sich dort weiter erholen können, während bedrohte Tier- und Pflanzenarten gleichzeitig einen sicheren Rückzugsort finden.1
Kein leichtes Unterfangen, denn immer mehr Menschen nutzen die Gebiete – und gehen dabei nicht immer pfleglich mit der Natur um. Auch ein Vandalismusvorfall in einem Naturschutzgebiet in Bedburg, bei dem Täter sogar Feuerwerk zündeten, zeigt: Der Bedarf an klarer Kommunikation ist real.1
Zu Kölns 22 Naturschutzgebieten gehören unter anderem die Rheinauen in Riehl, Niehl, Worringen und Langel, der Königsforst zwischen Porz und Kalk sowie die Seen der ehemaligen Kiesgruben.1 Je nach Größe und Bedeutung des Gebiets gibt es dort nur eine einzige Informationstafel – oder bis zu acht.
Die neuen Tafeln sind kein Verbotsschild-Marathon, sondern eine echte Einladung: Komm raus, genieß die Natur – aber bleib auf den Wegen, lass den Hund anleinen und lass den Müll zuhause. So haben wir alle was davon. Und die Vögel, Pflanzen und Insekten in Kölns grünen Ecken auch.1
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