Im Kreis Borken hat die Polizei an 12 Messstellen über 4.000 Fahrzeuge kontrolliert – mit deutlichem Ergebnis.
Stell dir vor, du fährst auf einer 30er-Zone mit fast doppelter Erlaubnisgeschwindigkeit. Genau das ist in der vergangenen Woche auf der Ahauser Straße in Borken passiert: Ein Auto wurde mit 54 km/h gemessen – dort wo maximal 30 km/h erlaubt sind. Blöd nur, dass der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Borken genau da eine Messstelle aufgebaut hatte.1
Und das war bei Weitem nicht der einzige Fall. Die Beamten waren gleich an 12 Stellen im gesamten Kreis Borken aktiv – mit einem klaren Auftrag: überhöhte Geschwindigkeit als eine der Hauptunfallursachen konsequent bekämpfen.1
Insgesamt erfasste der Verkehrsdienst das Tempo von 4.013 Fahrzeugen. Das Ergebnis? Rund 8 Prozent der gemessenen Autos haben die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten. Das klingt vielleicht nicht nach viel – aber in konkreten Zahlen bedeutet das:1
Besonders krasse Ausreißer gab es auch außerorts: Auf der L 606 in Isselburg wurde jemand mit 94 km/h bei erlaubten 70 km/h erwischt. Noch drastischer war es auf der L 582 in Schöppingen: dort bretzte jemand mit 128 km/h durch eine 70er-Zone.1
Überhöhte Geschwindigkeit ist laut Kreispolizeibehörde Borken nach wie vor eine der Hauptunfallursachen im Kreis. Und das Tückische daran: Nicht nur die Rasenden selbst sind gefährdet – auch völlig unbeteiligte Verkehrsteilnehmer werden immer wieder in schwere Unfälle hineingezogen.1
Das ist kein abstraktes Risiko. Wer mit 128 km/h durch eine 70er-Zone fährt, hat im Ernstfall kaum eine Chance, rechtzeitig zu bremsen – egal ob ein Kind die Straße überquert, ein Radfahrer auftaucht oder ein anderes Auto einbiegt. Die Physik macht da keine Ausnahmen.
Wer jetzt denkt, die Messungen sind vorbei – Fehlanzeige. Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Borken hat bereits angekündigt, die Geschwindigkeitskontrollen in der nächsten Woche fortzusetzen.1 Also: Fuß vom Gas, auch wenn keine Kamera in Sicht ist. Die Polizei ist im Kreis Borken unterwegs – und sie misst.
Das Fazit ist eigentlich simpel: Tempolimits existieren nicht, um uns zu nerven. Sie retten Leben. Und wer das ignoriert, riskiert nicht nur ein saftiges Bußgeld oder ein Fahrverbot – sondern im schlimmsten Fall viel mehr.
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