Hitzeschutz in NRW: Ein Dinslakener Stadtrat fordert schnelles Handeln für obdachlose Menschen – und das Land NRW hat die Sommerhilfen auf 500.
Die Temperaturen klettern, und in NRW wird der Ruf nach konkretem Hitzeschutz lauter. Während Köln mit seinem „Cooling Cologne“-Projekt bereits Nebelduschgeräte, Pocket Parks und Waldinseln plant, um der Stadthitze den Kampf anzusagen2, gibt es jetzt neue Bewegung aus Dinslaken: Dort macht Dieter Holthaus, fraktionsloser Stadtverordneter im Dinslakener Stadtrat, richtig Druck auf die Stadtverwaltung.1
Sein Argument ist klar und direkt: Obdach- und wohnungslose Menschen hätten „häufig keinen Zugang zu kühlen Räumen, ausreichendem Sonnenschutz oder jederzeit verfügbarem Trinkwasser“ – und seien deshalb einem besonders hohen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt, wenn die Temperaturen steigen.1
Das Land Nordrhein-Westfalen hat reagiert und die Sommerhilfen für obdach- und wohnungslose Menschen am 29. Juli 2026 um weitere 250.000 Euro aufgestockt – auf insgesamt 500.000 Euro für 2026. Mit dem Geld sollen unter anderem Sonnensegel, Sonnenschutzartikel und Trinkwasserflaschen finanziert werden.1
Und hier wird’s spannend: Die Träger der Wohnungslosenhilfe dürfen laut Holthaus sogar schon vor dem offiziellen Förderbescheid loslegen – also direkt tätig werden, ohne auf das Papierchaos zu warten. „Diese Möglichkeit sollte auch in Dinslaken konsequent genutzt werden“, fordert er.1
Holthaus hat einen konkreten Fragenkatalog an die Stadtverwaltung Dinslaken gestellt. Sein Ziel: Klarheit darüber, was bereits passiert – und was noch fehlt. Die wichtigsten Punkte auf seiner Liste:1
Holthaus will zu alldem einen Sachstandsbericht in der kommenden Ratssitzung – die Uhr tickt schließlich, denn das nächste Hitzewochenende kommt bestimmt.1
Was Holthaus fordert, klingt eigentlich nach einer Selbstverständlichkeit: „Gerade dort, wo Menschen sich selbst am wenigsten vor extremer Hitze schützen können, muss die Stadt schnell und sichtbar handeln.“1 Klimaanpassung darf kein Konzept auf dem Papier bleiben – sie muss im Alltag spürbar werden, vor allem für die Verletzlichsten.
Während Köln mit innovativen urbanen Lösungen wie grünen Oasen und Beschattungsprojekten zeigt, wie das großstädtisch aussehen kann2, geht es in Dinslaken gerade um die Grundlagen: Schatten, Wasser, Schutz. Beides ist wichtig – und beides zeigt: Das Thema Hitzeschutz ist in NRW längst keine Randnotiz mehr.
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