Drei Jugendliche legten Steine auf Bahngleise bei Alfter – zwei Züge fuhren drüber. Die Bundespolizei bittet dringend um Zeugenhinweise unter 0800 6 888 000.
Was wie ein harmloser Jugendstreich klingen mag, hätte am Montagabend (21. September) zu einer echten Katastrophe führen können: Drei Jugendliche legten gegen 18:30 Uhr mehrere Steine und weitere Gegenstände auf die Gleise der Bahnstrecke zwischen Bonn und Euskirchen – und schauten dann von der Brücke an der Kottenforsterstraße in Volmershoven aus zu, wie Züge darüber fuhren.1
Zwei Züge überfuhren die Hindernisse, einem weiteren Zug gelang es rechtzeitig anzuhalten. Dessen Fahrer informierte sofort die Bundespolizei. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren die Jugendlichen allerdings bereits verschwunden.1
Klingt nach einem dummen Streich? Ist es aber nicht. Nach ersten Ermittlungen waren die auf den Gleisen abgelegten Gegenstände tatsächlich geeignet, eine Zugentgleisung herbeizuführen. Das bedeutet: Es bestand eine erhebliche Gefahr für die Züge und alle Reisenden an Bord.1 Ein entgleister Zug mit Menschen drin – das ist kein Film, das kann bittere Realität werden.
Die Bundespolizei betont deshalb noch einmal sehr deutlich: Gleise sind keine Spielplätze. Das Betreten von Bahnanlagen ist lebensgefährlich. Und das Auflegen von Gegenständen auf Gleise kann zu schweren Unfällen führen – auch wenn man es „nur als Spaß“ meint.1
Die drei Jugendlichen, die auf der Brücke an der Kottenforsterstraße in der Nähe des S-Bahn-Haltepunktes Alfter-Witterschlick gesehen wurden, werden so beschrieben:1
Habt ihr am Montagabend gegen 18:30 Uhr drei Jugendliche auf der Brücke an der Kottenforsterstraße in Volmershoven gesehen? Oder könnt ihr sonstige Angaben zum Geschehen machen? Dann meldet euch bitte bei der Bundespolizei – die kostenfreie Servicenummer lautet 0800 6 888 000. Jeder Hinweis kann helfen, diesen gefährlichen Vorfall aufzuklären.1
Dieser Vorfall zeigt wieder einmal, wie schnell vermeintliche Streiche lebensbedrohlich werden können. Wer Kinder oder Jugendliche kennt, die sich in der Nähe von Bahngleisen aufhalten oder sowas für „cool“ halten, sollte bitte das Gespräch suchen. Bahnanlagen sind kein Abenteuerplatz – und ein Zug verzeiht keine Fehler. Falls ihr etwas gesehen habt, zögert nicht und meldet euch bei der Bundespolizei.1
Was ist genau passiert?
Am Montagabend, 21. September, legten drei Jugendliche gegen 18:30 Uhr Steine und andere Gegenstände auf die Gleise der Bahnstrecke zwischen Bonn und Euskirchen bei Volmershoven (Alfter). Zwei Züge überfuhren die Hindernisse, ein dritter konnte rechtzeitig stoppen und alarmierte die Bundespolizei.
Hätte das wirklich zu einem Zugunglück führen können?
Ja. Laut ersten Ermittlungen der Bundespolizei waren die abgelegten Gegenstände geeignet, eine Zugentgleisung herbeizuführen. Damit bestand eine erhebliche Gefahr für die Züge und alle Reisenden an Bord.
Wie kann ich Hinweise geben?
Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 entgegen. Jeder Hinweis hilft bei der Aufklärung des Vorfalls.
Wie werden die Jugendlichen beschrieben?
Die drei Jugendlichen sollen etwa 11 bis 14 Jahre alt sein, dunkle Haare haben, dunkel gekleidet gewesen sein und nach bisherigen Erkenntnissen einen südosteuropäischen Phänotyp haben.
Ist das Betreten von Gleisen strafbar?
Ja, das Betreten von Bahnanlagen ist nicht nur lebensgefährlich, sondern auch verboten. Das Auflegen von Gegenständen auf Gleise kann zudem als gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr strafrechtlich verfolgt werden.
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