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Hinlegen für mehr Aufmerksamkeit: Demo am Kölner Dom für ME/CFS-Betroffene
8. August 2026

Die Initiative LiegendDemo macht am Kölner Dom auf ME/CFS aufmerksam. Über 600.000 Menschen in Deutschland sind betroffen – und die Krankheit wird oft nicht…

Eine Demo, die buchstäblich zu Boden geht

Einfach hinlegen – mitten in der Kölner Innenstadt. Was erstmal komisch klingt, ist eigentlich ein starkes Zeichen: Die Initiative LiegendDemo macht mit einer ungewöhnlichen Aktion auf die schwere Krankheit ME/CFS aufmerksam. Und das direkt vor dem Kölner Dom.1

Was steckt hinter der Aktion?

Der Start der Demo ist um 11 Uhr am Brunnen vor dem Kölner Dom. Von dort geht es gemeinsam zum Alter Markt – und dann passiert es: Betroffene, Angehörige und Unterstützer legen sich auf den Boden.1 Das klingt erstmal ungewöhnlich, hat aber eine klare Botschaft dahinter. Das Hinlegen ist ein Symbol für all jene Menschen, die so schwer erkrankt sind, dass sie ihr Bett nicht mehr verlassen können. Eine ernste Geste für eine Krankheit, die viel zu oft unsichtbar bleibt.

Was ist ME/CFS überhaupt?

ME/CFS ist eine schwere Erkrankung, bei der Betroffene oft so wenig Energie haben, dass sie kaum aufstehen oder alltägliche Dinge erledigen können.1 Das klingt nach mehr als nur Müdigkeit – und genau das ist es auch. Das Problem: Die Krankheit wird laut der Initiative häufig nicht richtig erkannt oder sogar falsch behandelt. Dabei gibt es in Deutschland nach Angaben der Initiative mehr als 600.000 Fälle.1

An wen richtet sich die Demo?

Die Kundgebung richtet sich besonders an Gesundheitsfachkräfte und Kliniken.1 Denn genau dort entscheidet sich, ob Betroffene die richtige Unterstützung bekommen oder wieder nach Hause geschickt werden, ohne gehört zu werden. Die Initiative will mit ihrer Aktion Druck machen – auf eine Art, die man so schnell nicht vergisst.

Zeigen, was man nicht sieht

Was die LiegendDemo so besonders macht: Sie macht sichtbar, was normalerweise hinter verschlossenen Türen passiert. Wer ME/CFS hat, kämpft oft still und allein. Niemand sieht, wie viel Kraft es kostet, einfach aufzustehen. Durch das öffentliche Hinlegen am Alter Markt wird genau dieses unsichtbare Leid plötzlich mitten in der Stadt spürbar – für alle, die vorbeikommen.1

Ob du selbst betroffen bist, jemanden kennst, der mit ME/CFS lebt, oder einfach Solidarität zeigen willst – solche Aktionen erinnern uns daran, dass Krankheiten nicht immer von außen sichtbar sein müssen, um real zu sein. Und dass es manchmal genau so eine Demo braucht, um das zu zeigen.

Quellen

  1. Demo am Kölner Dom macht auf ME/CFS aufmerksam – Radio Köln


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