Anwohner des Schleusenwegs in Worringen sollen bald auch von Süden heimfahren dürfen. Die Bezirksvertretung Chorweiler hat den Antrag beschlossen.
Kennst du das Gefühl, wenn du eigentlich nur kurz nach Hause willst, aber erstmal einen riesigen Umweg fahren musst? Genau das ist die tägliche Realität für die Anwohnerinnen und Anwohner des Schleusenwegs im Kölner Stadtteil Worringen. Doch jetzt gibt es gute Neuigkeiten: Die Bezirksvertretung Chorweiler hat sich für eine flexiblere Lösung starkgemacht.1
Wer von Süden über die Alte Neusser Landstraße in den Worringer Ort fährt, trifft an der Einmündung der Sankt-Tönnis-Straße auf eine Reihe von Verkehrspfosten vor einem Zebrastreifen – Weiterfahrt in Richtung Norden: nicht möglich. Der nördliche Abschnitt der Alten Neusser Landstraße ist dort nämlich schon seit Jahren eine Einbahnstraße, weil die Fahrbahn sich zu einer schmalen Gasse verengt. Aus Süden kommende Autos werden deshalb über die Sankt-Tönnis-Straße ins Ortsinnere umgeleitet.1
Das Problem dabei: Der Schleusenweg zweigt nur wenige Meter nördlich des Zebrastreifens von der Alten Neusser Landstraße ab. Wer dort wohnt, kann die Einfahrt zum eigenen Zuhause aktuell nur von Norden erreichen – und muss dafür teils kilometerlange Umwege durch den ganzen Ort fahren. Einfach mal eben die Einkäufe nach Hause bringen? Klingt einfacher als es ist.1
Die Bezirksvertretung (BV) Chorweiler hat die Stadtverwaltung nun gebeten, die bisherige Regelung zu überarbeiten. In einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und Grünen sowie der Einzelvertreter Lucas Hahn (FDP), Lilo Heinrich (Die Linke) und Johann Kradinal (BSW) wurde ein konkreter Vorschlag gemacht: Das Durchfahrtsverbot soll so angepasst werden, dass Anlieger des Schleusenwegs künftig auch von Süden einfahren dürfen.1
„Damit die Anwohner nicht erst einen kilometerlangen Umweg durch den Ort fahren müssen, um ihre Einkäufe nach Hause zu bringen“, begründete Cäcilia Nesseler (CDU) den Antrag.1 Der Clou: Auf Höhe der Hausnummer 270 sei die Fahrbahn noch breit genug, um sie beidseitig befahren zu können. Nur der kurze Abschnitt von Hausnummer 270 bis zur Einfahrt des Schleusenwegs soll also zur Straße mit beschränkter Durchfahrt für Anlieger umgewidmet werden – alles andere bleibt wie gehabt.1
Wer jetzt befürchtet, dass dadurch plötzlich alle durch die enge Gasse brettern: keine Sorge! Da der Schleusenweg ohnehin nur fünf Hausnummern zählt, geht es um einen wirklich überschaubaren Personenkreis. Nennenswerten Durchgangsverkehr – auch im Bereich des Zebrastreifens – erwarten die Antragsteller deshalb nicht.1 Die Verkehrspfosten und die grundsätzliche Einbahnstraßenregelung bleiben erhalten, die baulichen Gegebenheiten sprechen nach wie vor dafür.
Und als ob das noch nicht genug Argumente wären, haben die Antragsteller noch einen weiteren Vorteil ins Feld geführt: Kürzere Fahrtstrecken bedeuten weniger CO₂-Ausstoß – und helfen Köln damit, das Ziel der Klimaneutralität 2035 zu erreichen.1
Gute Nachricht für alle Betroffenen: Der Antrag wurde von der Bezirksvertretung Chorweiler ohne weitere Änderungen beschlossen.1 Jetzt ist die Stadtverwaltung am Zug, die Regelung entsprechend anzupassen. Für die Anwohnerinnen und Anwohner des Schleusenwegs könnte der lästige Umweg schon bald der Vergangenheit angehören – und das ist doch mal eine richtig entspannte Nachricht aus dem Kölner Norden!
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