Bei einem schweren Motorradunfall in Köln-Poll starben zwei Männer, eine dritte Person wurde schwer verletzt.
In der Nacht zu Sonntag hat sich in Köln ein schwerer Motorradunfall ereignet, bei dem zwei Männer ihr Leben verloren. Eine dritte Person wurde schwer verletzt. Die Ermittler prüfen nun, ob die Biker auf der Landstraße L124 ein illegales Rennen gefahren sind.1
Um 0.17 Uhr gingen bei der Leitstelle im Minutentakt Notrufe ein. Mehrere Zeugen meldeten einen schweren Crash. Nach ersten Erkenntnissen waren zwei Motorradfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf der L124 in Richtung Autobahnkreuz unterwegs. Auf Höhe Köln-Poll kam es dann zum Zusammenstoß der beiden Maschinen.1
Fahrer und Sozius einer Honda wurden bei dem Aufprall von ihrer Maschine geschleudert und prallten gegen eine Leitplanke. Beide starben noch an der Unfallstelle. Der Fahrer einer Kawasaki erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht. Seine Maschine prallte zusätzlich gegen einen Ford Transit – der Autofahrer blieb laut Polizei unverletzt.1
Der Unfallort verwandelte sich in der Nacht in ein Trümmerfeld. Polizei und Rettungskräfte sicherten die Strecke stundenlang, nahmen Spuren auf und bargen Leichen und Fahrzeuge. Erst gegen 8.40 Uhr konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden.1
Wer die beiden Todesopfer sind, ist bislang nicht bekannt. Nach Angaben der Polizei waren die Angehörigen zunächst noch nicht informiert. „Es wird in alle Richtungen ermittelt“, sagte ein Sprecher der Leitstelle.1
Besonders brisant: Die Ermittler schließen nicht aus, dass sich die beiden Motorradfahrer ein illegales Rennen geliefert haben. Die hohe Geschwindigkeit, die Zeugenaussagen und die Spurenlage auf der L124 geben den Behörden Grund zur Annahme, dass die Männer die Nachtfahrt als Wettkampf nutzten – mit tragischem Ausgang.1
Illegale Straßenrennen sind in Deutschland kein Kavaliersdelikt. Wer sich an einem solchen Rennen beteiligt und dabei Menschen tötet, kann wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge verurteilt werden. Die genauen Umstände dieses Unfalls klären die Behörden aber noch.
Dieser Unfall ist eine erschütternde Erinnerung daran, wie schnell eine Nachtfahrt zur Todesfahrt werden kann. Zwei Männer haben ihr Leben verloren, eine weitere Person kämpft mit schweren Verletzungen. Antenne NRW wird euch über den weiteren Verlauf der Ermittlungen auf dem Laufenden halten – schaut dafür regelmäßig auf antenne.nrw vorbei.
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