Paul Hordych, 26-jähriger Regisseur aus Köln, arbeitet an seinem Kinodebüt „Das erste Mal Atlantik“ – was steckt hinter dem aufgehenden Filmstar aus NRW?
Fußball, Freundschaft und Gefühle in der Umkleidekabine – klingt erstmal ungewöhnlich für einen preiswürdigen Film, oder? Aber genau das hat den 26-jährigen Regisseur Paul Hordych auf die Landkarte gebracht. Sein Kurzfilm „Champions und Wir“ war sein Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf – und der hat direkt abgeräumt.1
Anfang des Jahres gab’s beim Filmfestival Max Ophüls Preis die Auszeichnung als Bester Schauspielnachwuchs – und zwar für Hauptdarsteller Tommes Diallo. Hordych selbst kommentiert das mit einem Schmunzeln: „Schauspielpreise sind ja auch immer irgendwie Preise für die Regie.“ Klingt nach jemandem, der genau weiß, was er tut.1
Im Mittelpunkt von „Champions und Wir“ stehen zwei jugendliche Protagonisten, die ihre Zuneigung zueinander, ihre Freundschaft und ihre körperliche Nähe für sich sortieren müssen. Das Thema Männlichkeit liegt Hordych dabei besonders am Herzen – und das kommt nicht von ungefähr. Er hat früher selbst mit Ehrgeiz Fußball gespielt und kennt „diese spielerische Art, diese Freude am Zusammensein“ aus eigener Erfahrung.1
Paul Hordychs Weg in die Filmwelt ist alles andere als geradlinig. 2018 hat er das Filmkollektiv „Drehmetrie“ in München mitgegründet – ein Versuchslabor mit wenig Budget, aber jeder Menge Experimentierfreude. Danach folgte eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton, anschließend das Regiestudium in Babelsberg. Und jetzt? Köln.1
Seit Anfang Februar ist Hordych Teil der frisch gegründeten Produktionsfirma Peak Point Pictures in Köln – gemeinsam mit Len Reddemann, seinem Kommilitonen und Produzenten von „Champions und Wir“, sowie erfahrenen Filmleuten der Firmen Zeitsprung Pictures und MMC Studios in Köln-Ossendorf. Der Fokus liegt auf europäischem und deutschem Debütkino sowie internationalen Koproduktionen. Finanzielle Unterstützung kommt von der Film und Medien Stiftung NRW.1
Und was kommt als nächstes? Hordych arbeitet gerade an seinem ersten richtigen Kinofilm – Titel: „Das erste Mal Atlantik“. Was drin steckt? So viel verrät er: Es soll ein „Summer Noir“ werden, „eine Mischung aus diesem flirrenden Sommergefühl, gepaart eben mit ’ner tragischen Liebesgeschichte“. Mehr will er eigentlich gar nicht sagen – er stockt, lacht und meint: „Ich weiß gar nicht, ob ich den Inhalt verraten will.“ Neugier geweckt? Auf jeden Fall.1
Was diesen ganzen Weg so spannend macht: Köln und NRW werden immer mehr zum Anlaufpunkt für junge Filmtalente, die richtig was bewegen wollen. Mit Peak Point Pictures, dem Rückhalt durch die Film und Medien Stiftung NRW und einem frischen Blick auf Themen wie Männlichkeit und Identität könnte Paul Hordych einer der Namen sein, den wir uns gut merken sollten. Wir bleiben auf jeden Fall dran – und du auch, oder?1
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!