In OWL wurde das fünfte Pferd schwer verletzt – diesmal in Lügde. Wer steckt hinter der brutalen Serie und wie reagieren Pferdebesitzer in NRW?
Die Schreckensserie reißt nicht ab: In Ostwestfalen-Lippe (OWL) ist bereits das fünfte Pferd schwer verletzt worden. Dieses Mal traf es eine 20 Jahre alte Stute in Lügde im Kreis Lippe. Das Tier stand gemeinsam mit einem weiteren Pferd auf einer Weide – und wurde Opfer eines brutalen Angriffs.1
Entdeckt wurden die Verletzungen von Mitarbeitern am frühen Morgen. Betroffen war die Stute, die Tierarzt Torsten Köhler von ihren Besitzern in Obhut genommen hatte. Die Diagnose war erschütternd: schwere Schnittwunden vor allem an den äußeren Genitalien des Tieres. Für Köhler ist klar – das kann kein Unfall gewesen sein: „Es ist ausgeschlossen, dass sich das Tier die Wunden selbst zugefügt hat.“1
Tierarzt Köhler geht davon aus, dass der Täter gezielt vorgegangen ist. „Diese Stute ist ein liebes, gutmütiges Tier, das Menschen an sich heranlässt“, erklärt er. „Es ist anzunehmen, dass sich der Täter mit Pferden auskennt und deshalb speziell diese Stute ausgesucht hat. Ansonsten wäre die Gefahr groß, dass er selbst verletzt würde, wenn er sich von hinten nähert.“1
Köhler, der seit fast 40 Jahren als Tierarzt arbeitet, zeigt sich fassungslos: „Wenn man direkt betroffen ist und auch noch bei einem Pferd, das einem in die Obhut gegeben wurde, dann steht man schon sprachlos davor.“ Auf einer Nachbar-Weide standen drei weitere Pferde – auch sie hätten Opfer werden können.1
Das verletzte Tier wurde inzwischen operiert und befindet sich auf dem Weg der Besserung – ein kleines Aufatmen in einer sonst düsteren Situation.1
Der aktuelle Fall in Lügde ist leider kein Einzelfall. Im benachbarten Kreis Höxter war bereits viermal zuvor ein Pferd angegriffen worden. Die traurige Chronologie:1
Die Polizei prüft derzeit, ob es Verbindungen zwischen dem Angriff in Lügde und den vorherigen Fällen im Kreis Höxter gibt. Zeugen werden dringend gebeten, sich zu melden.1
Derweil haben sich Pferdebesitzerinnen und Pferdebesitzer rund um Marienmünster aus eigener Initiative zusammengeschlossen und halten Nachtwachen, um ihre Tiere zu schützen. Eine Gemeinschaft, die füreinander einsteht – weil die Behörden den oder die Täter bislang noch nicht gefasst haben.1
Diese Serie brutaler Angriffe auf Pferde in OWL macht fassungslos – und zeigt, wie wichtig es ist, jetzt genau hinzuschauen. Wenn du in der Region unterwegs bist und etwas Verdächtiges beobachtest, melde dich bei der Polizei. Jeder Hinweis könnte helfen, den Täter zu stoppen und weitere Angriffe zu verhindern. Bleibt wachsam – für die Tiere, die sich nicht selbst schützen können.1
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