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Sonnenschutz spielerisch lernen: Diese Aktion in Kölner Schwimmbädern ist richtig cool
13. August 2026

Das Projekt „Die Sonne und Wir

Sonnencreme, Hut und UV-Perlen: Lernen macht Bock

Klingt erst mal uncool, ist es aber gar nicht: In den Kölner Schwimmbädern Lentpark und Stadionbad dreht sich gerade alles um Sonnenschutz – und das auf eine Art, die wirklich Spaß macht. Das Präventionsprojekt „Die Sonne und Wir“ gastiert dort an vier Aktionstagen und bringt Kindern spielerisch bei, wie sie ihre Haut vor UV-Strahlung schützen können.1

Hinter der Aktion steckt Debora Grosskopf-Kroiher, Geschäftsführerin des Centers für Molecular Medicine Cologne. Ihr Ziel ist simpel, aber ehrgeizig: „Wir wollen, dass Sonnenschutz für die Kinder so drin ist wie Zähneputzen.“ Klingt nach einem Plan, oder?1

Was die Kids am Stand so alles machen können

Am Stand im Lentpark und Stadionbad gibt’s einiges zu entdecken – kein langweiliger Frontalunterricht, sondern echtes Mitmachen:1

  • Angeln: Mit einer kleinen Angel fischen die Kinder Bilder aus einer Kiste – drauf zu sehen sind zum Beispiel Sonnenbrillen, Hüte oder Sonnenbrand. Zu jedem Bild erklären die Helfer, was das mit Sonnenschutz zu tun hat.
  • UV-Perlen: Diese kleinen Dinger färben sich bei UV-Strahlung violett ein – ein echter Wow-Moment für alle, die das noch nicht kannten.
  • Brillen-Check: Ein Gerät testet, ob eine Sonnenbrille wirklich schützt. Das Ergebnis? „Wir ziehen immer wieder gefakte Markenbrillen heraus“, sagt Grosskopf-Kroiher. Wer eine dunkle Brille ohne UV-Schutz trägt, riskiert sogar mehr UV-Strahlung im Auge – weil sich die Pupillen weiten.
  • Basteln und Malen: Auch am Basteltisch ist was geboten.

Etwa 50 Schwimmbadbesucher schauen täglich am Stand vorbei. Und die sind offenbar begeistert: „Wir freuen uns, dass wir jetzt im Schwimmbad etwas lernen können, obwohl ja eigentlich gerade Schulferien sind“, sagt Christian, Vater der neunjährigen Mila, die fleißig mit der Angel zugange ist.1

Warum das Ganze so wichtig ist

Das Projekt „Die Sonne und Wir“ gibt es seit 2012 – gegründet wurde es, weil die Hautkrebsrate bei jungen Menschen steigt. An dem Projekt ist auch die Klinik für Dermatologie der Uniklinik beteiligt. Die Initiative ist Teil der bundesweiten DKMS-Kampagne „Clever in Sonne und Schatten“ und wird unter anderem von der Deutschen Krebshilfe gefördert.1

Die Zahlen dahinter sind erschreckend: In den vergangenen zwanzig Jahren haben sich die Hautkrebs-Zahlen nahezu verdoppelt. Für das Jahr 2026 gehen Hochrechnungen von etwa 350.000 Patientinnen und Patienten aus. UV-Strahlung sammelt sich nämlich über die Jahre in der DNA an – Grosskopf-Kroiher nennt das „das Gedächtnis der Haut“.1

Die wichtigsten Sonnenschutz-Tipps auf einen Blick

Damit ihr direkt was mitnehmt, hier die wichtigsten Fakten aus dem Projekt:1

  • Ein erwachsener Mensch braucht im Freibad 60 Milliliter Sonnencreme – und das alle zwei Stunden. Eine 250-ml-Flasche reicht damit keine zwei Tage.
  • Die richtige Sonnenbrille hat eine UV-400-Kennzeichnung – alles andere schützt nicht wirklich.
  • Gute Sonnencreme ist nicht vom Vorjahr und hat mindestens Lichtschutzfaktor 30.
  • Hüte statt Kappen: Hüte schützen auch Ohren und Nacken – Kappen lassen das aus.
  • Dicht gewebte, dunkle Kleidung schützt zusätzlich.
  • So oft wie möglich in den Schatten – das ist einer der effektivsten Schutzmechanismen überhaupt.

Kein erhobener Zeigefinger, sondern echte Wertschätzung

Was das Projekt von anderen unterscheidet: Es geht nicht darum, Kinder zu verängstigen. Grosskopf-Kroiher sagt es selbst: „Es ist uns wichtig, nicht mit erhobenem Zeigefinger zu sagen: Ihr dürft nicht in die Sonne, dann bekommt ihr Hautkrebs. Wir möchten eher sagen: Eure Haut ist etwas Cooles und Besonderes. Das müssen wir schützen.“1

Diese Einstellung macht das Projekt zu etwas Besonderem – denn wer Kinder (und ehrlich gesagt auch uns Erwachsene) wirklich erreichen will, der muss genau so denken. Also: Nächster Freibad-Besuch? Sonnencreme nicht vergessen – und diesmal wirklich genug davon!

Quellen

  1. Sonnenschutz spielerisch lernen: UV-Schutztour zu Gast in Kölner Schwimmbädern – Kölnische Rundschau


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