Waldbrand bei Langscheid: Langenfeld und Arft werden nicht evakuiert – doch sieben Feuerwehrleute wurden verletzt. Alle aktuellen Infos zum Einsatz.
Gute Nachrichten für die Menschen in der Region: Die Ortschaften Langenfeld und Arft müssen trotz eines massiven Wald- und Flächenbrandes nicht evakuiert werden. Das bestätigte Landrat Marko Boos bei einer Pressekonferenz. Rainer Nell, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises, zeigte sich erleichtert: „Gott sei Dank mussten wir diese Maßnahmen nicht umsetzen.“1 Für die rund 900 Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Orte war das stundenlang eine echte Zitterpartie.
Nicht ganz so glimpflich lief es für den Ortsteil Netterhöfe: Dort mussten 20 bis 25 Häuser evakuiert werden. Grund dafür war laut Nell, „weil doch das Feuer sehr nah an die Häuser rangekommen ist und uns die Lage zwischenzeitlich dazu gezwungen“ habe.1 Der Brand war am frühen Mittag bei Langscheid im Kreis Mayen-Koblenz ausgebrochen und hatte mehrere hundert Einsatzkräfte stundenlang in Atem gehalten.
Der Einsatz forderte seinen Tribut: Insgesamt sieben Feuerwehrkräfte wurden bei dem Großbrand verletzt. Der leitende Notarzt des Landkreises Mayen-Koblenz, Mario Klingbeil, erklärte, dass vier von ihnen in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Die Verletzungen umfassten leichte Brandverletzungen, eine Verletzung durch Umknicken sowie Hitzeerschöpfungen.1 Ein deutliches Zeichen dafür, unter welch extremen Bedingungen die Einsatzkräfte arbeiten.
Dass Waldbrände in der Region für Einsatzkräfte besonders gefährlich sein können, ist kein neues Thema. Wie wir in einem früheren Beitrag zum Waldbrand im Hürtgenwald bereits berichtet haben, kann etwa Weltkriegsmunition im Boden herkömmliche Löschmethoden komplett unmöglich machen – Feuerwehrleute dürfen dann nicht direkt in die betroffene Zone, starker Wind zwingt Teams zum Rückzug, und Panzer sowie Forstunternehmen müssen Brandschneisen anlegen.2 Solche Einsatzlagen zeigen, wie vielfältig und unberechenbar die Herausforderungen bei Waldbränden sein können.
Für die Menschen in Langenfeld und Arft endet dieser Mittwoch mit einem riesigen Seufzer der Erleichterung. Die Lage war zeitweise so kritisch, dass eine Evakuierung von knapp 900 Menschen ernsthaft in Betracht gezogen wurde. Dass es dazu nicht kam, ist dem unermüdlichen Einsatz der Feuerwehr zu verdanken – auch wenn dieser Einsatz für einige von ihnen mit Verletzungen endete. Bleibt zu hoffen, dass die betroffenen Einsatzkräfte schnell wieder auf die Beine kommen und die Bewohner von Netterhöfe bald sicher in ihre Häuser zurückkehren können.1
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