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Kölscher Ed Sheeran: Philipp Godart will mit Kölschpop durchstarten
15. August 2026

Philipp Godart will als „kölscher Ed Sheeran

Eine Stimme, eine Gitarre – und ganz viel Kölsch

Stell dir vor, du betrittst eine Bühne ganz allein, nur mit deiner Gitarre und deiner Stimme – und willst damit einen ganzen Saal rocken. Genau das macht Philipp Godart, der in Köln als „kölscher Ed Sheeran“ bekannt ist. Seit zwei Jahrzehnten schreibt und singt er moderne Popmusik op Kölsch und will jetzt als Solokünstler richtig durchstarten. Anfang September erscheint seine neue Single „Kölschpop (Mer han Bock drop)“ – und die soll zeigen: Kölsche Musik ist mehr als Karneval!1

Vom Schuhkarton-Schlagzeug zur Loopstation

Angefangen hat alles ganz klassisch: Mit zehn Jahren gründete Godart seine erste Band „No Panic on the Titanic“. Sein Sandkastenfreund Alexander trommelte mit zwei Lego-Duplo-Stangen auf Schuhkartons und einer Persiltrommel. Familie und Nachbarn waren die treue Stammgästeliste bei den wöchentlichen Konzerten.1

Heute ist das natürlich ein bisschen anders. Godart nutzt live eine Loopstation, stellt Gitarre und Gesang in den Mittelpunkt – und genau das brachte ihm den Spitznamen „kölscher Ed Sheeran“ ein. Wie der Vergleich entstanden ist? Sogar Godart weiß es bis heute nicht genau. Ein Sitzungsleiter kündigte ihn irgendwann so an – und der Name blieb.1

Seinen Musikstil hat er dafür aber nicht geändert: „Wenn Ed Sheeran englischen Singer-Songwriter-Pop macht, dann mache ich eben moderne Popmusik op kölsche Aat“, erklärt Godart. Und mit einem Augenzwinkern hat er auch schon eine Einladung an den echten Ed Sheeran rausgeschickt: Studio in Köln, zwei Gitarren, kalte Getränke – und vielleicht wird aus „Perfect“ ja irgendwann „Perfek“.1

Schluss mit Coversongs – her mit dem echten Ich

Viele Jahre lang spielte Godart Coversongs – in Bands, auf Kreuzfahrtschiffen und im Karneval. Den entscheidenden Wendepunkt erlebte er 2019 auf dem ersten Jeckliner. Die tolle Atmosphäre mit all den Kollegen an Bord inspirierte ihn so sehr, dass er noch in seiner Kabine die ersten vier eigenen Songs schrieb.1

Der Abschied vom Covern war aber kein einfacher Schritt: Wer gut gebucht ist und davon lebt, erntet zunächst wenig Begeisterung, wenn er plötzlich nur noch eigene Songs singen will. Godart schraubte das Covern deshalb sukzessive zurück – und entschied sich nach der letzten Session endgültig: keine Covershows mehr.1

Als Einzelkünstler gegen die Bands – ist das realistisch?

Als Solist in einer Stadt, in der Bands wie Kasalla, Höhner, Cat Ballou oder Brings das kölsche Musikbild prägen, ist es alles andere als einfach. Die häufigste Frage, die Godart zu hören bekommt: „Wiesu häs do keine Band?“ Seine Antwort darauf ist klar – er möchte nicht die x-te Karnevalsband sein, sondern seine eigene Schublade besetzen.1

Und die Großen der Szene zeigen ja, dass es geht: Kölsche Musik kann weit über den Karneval hinaus funktionieren und sogar deutschlandweit Erfolg haben. Für Godart ist Kölsch dabei nicht nur eine Sprache, sondern eine Haltung: „offen, herzlich, manchmal ein wenig bekloppt, aber nie gleichgültig“.1

Der nächste Schritt: Kölschpop das ganze Jahr über

Seit 2019 ist ein ganzer musikalischer Kosmos entstanden – mit Songs wie „Iwig“, „Et bliev esu“, „Su wie Jana“, „Souvenir“ oder „Alles es jot“. Sein Album und Liveprogramm heißt „Mi Levve im Loop“ und bringt genau das zusammen, wofür Godart steht: echte Emotionen, eigene Texte, kölsche Aat.1

Sein großes Ziel? Nicht nur während der Karnevalssession stattfinden, sondern das ganze Jahr über als Künstler wahrgenommen werden. Mit „Kölschpop (Mer han Bock drop)“ macht er Anfang September den nächsten Schritt. Wir bei Antenne NRW finden: Diese Mission hat definitiv Bock-Potenzial – hör rein und überzeug dich selbst!

Quellen

  1. Sänger will als „kölscher Ed Sheeran“ durchstarten – wa.de


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