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Refurbished Räder statt Neukauf: Cleverbikes rollt in Köln auf Erfolgskurs
17. August 2026

Cleverbikes aus Köln verkauft professionell aufbereitete Gebrauchtfahrräder bis zu 60 % günstiger als Neukauf – mit Garantie und Filialen in ganz NRW.

Gebrauchte Fahrräder, frisch aufbereitet – das Konzept steckt hinter Cleverbikes

Du kennst das bestimmt: Ein gebrauchtes Smartphone kaufen, das professionell aufbereitet wurde und fast wie neu aussieht – das nennt sich „Refurbished“. Genau dieses Prinzip übertragen zwei junge Gründer jetzt auf Fahrräder, und das mit ziemlich viel Erfolg. Henrik Paas (23) und Magnus Beck (22) haben mit Cleverbikes eine nachhaltige Alternative zum klassischen Fahrradkauf geschaffen, die in Köln gerade ordentlich Fahrt aufnimmt.1

Von Hamburg nach Köln – eine Entscheidung mit System

Paas und Beck sind seit der fünften Klasse beste Freunde und schon damals nie ohne ein gemeinsames Projekt unterwegs gewesen. In der siebten Klasse betrieben sie einen Instagram-Account mit mehreren tausend Followern – unternehmerisches Denken steckte den beiden also schon früh im Blut. Paas begann in der Schulzeit damit, gebrauchte Fahrräder zu restaurieren und mit kleinem Gewinn weiterzuverkaufen. Daraus entstand die Vision: eine vollwertige Anlaufstelle für gebrauchte Räder aufbauen, mit dem ganzen Paket aus Service und Beratung – quasi der Gebrauchtwagenhändler für Zweiräder.1

Nach der Schule starteten beide zunächst unterschiedliche Wege: Beck eine Banklehre, Paas ein Studium der Wirtschaftspsychologie. Doch beide brachen ab, um ihre Geschäftsidee konsequent umzusetzen. 2022 gründeten sie Cleverbikes – und zogen dafür bewusst von Hamburg nach Köln. „Köln und Umgebung sind einfach dichter besiedelt, da ist das Kundenpotential größer“, erklärt Paas.1

Wie is das in meinen Warenkorb gekommen? So funktioniert das Cleverbikes-Modell

Gebrauchte Fahrräder werden eingekauft, im firmeneigenen „Refurbishment Center“ in Porz von inzwischen acht Mechanikern generalüberholt und anschließend in den beiden Kölner Filialen – am Salierring und in der Christophstraße – verkauft. Der Clou: Die Preise liegen bis zu 60 Prozent unter denen für neue Räder.1

Den Großteil ihrer Ware beziehen Paas und Beck von Leasing-Anbietern, die während der Corona-Pandemie vermehrt Dienstfahrräder vermietet hatten und ihre Bestände inzwischen ausmustern. Gleichzeitig haben steigende Preise für Neuräder dazu geführt, dass immer mehr Menschen nach hochwertigen Alternativen suchen. „Viele wünschen sich ein gutes, hochwertiges Fahrrad, wollen aber nicht gleich 5000 oder 6000 Euro dafür ausgeben“, sagt Cleverbikes-Mitarbeiter Sebastian Dohle aus der Filiale in der Christophstraße.1

Bio-Bikes, E-Bikes und ein Jahr Garantie

In der Filiale in der Christophstraße liegt der Fokus auf sogenannten „Bio-Bikes“ – ein Trendbegriff für herkömmliche Fahrräder ohne Elektroantrieb, der sich im Fachbereich zunehmend durchsetzt. Rennräder, Gravelbikes und Mountainbikes stehen dort im Mittelpunkt. Mittelfristig soll dort auch eine Kundenreparaturwerkstatt entstehen. Die Filiale am Salierring hingegen konzentriert sich auf E-Bikes und spricht damit alle an, die es etwas entspannter mögen.1

Auf beiden Fahrradtypen – Bio wie elektro – gibt es ein Jahr Garantie. Und selbst danach muss niemand allein dastehen: Zeigt sich zum Beispiel ein versteckter Riss am Carbon-Rahmen, können Kunden jederzeit das Cleverbikes-Team ansprechen.1

Auf Expansionskurs durch ganz NRW

Das Konzept zieht – und wie! Neben den beiden Kölner Standorten haben Paas und Beck bereits weitere Filialen in Münster, Recklinghausen, Ratingen und Hückelhoven eröffnet. Dabei setzen sie bewusst auf stationären Handel statt Online-Versand. „Fahrräder muss man anfassen und ausprobieren können“, so Paas.1

Wer also das nächste Mal über ein neues Fahrrad nachdenkt – vielleicht lohnt sich ein Abstecher zu Cleverbikes eher als ein Klick im Onlineshop. Gut für den Geldbeutel, gut fürs Gewissen und ein echtes Kölner Erfolgsprojekt. 🚲

Quellen

  1. „Cleverbikes“ mit nachhaltiger Idee: Mit gebrauchten Rädern auf Erfolgskurs in Köln – Kölnische Rundschau


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