Ein mutmaßlicher Geldfälscher ging selbst zur Polizeiwache in Kerpen – und wurde dort mit Haftbefehl festgenommen. Gefälschte Euroscheine hatte er direkt dabei.
Das hätte er sich wohl anders vorgestellt: Ein 45-jähriger Mann ist am späten Montagabend (17. August) auf der Polizeiwache in Kerpen festgenommen worden – und das, obwohl er die Wache freiwillig und aus eigenen Stücken betreten hatte. Der Grund für seinen Besuch? Er wollte selbst Anzeige erstatten. Was dann folgte, ist echter Krimi-Stoff direkt aus NRW.1
Gegen 23.30 Uhr betrat der Mann die Polizeiwache an der Philipp-Schneider-Straße in Kerpen, um eine Körperverletzung zu seinem Nachteil zu melden. Routinemäßig überprüften die Beamtinnen und Beamten seine Personalien – und da kam die große Überraschung: Der Mann wurde per Haftbefehl gesucht. Der Verdacht gegen ihn ist heftig: Er soll Falschgeld hergestellt und in Umlauf gebracht haben.1
Aber damit nicht genug. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Sachen fanden die Polizeikräfte tatsächlich mehrere gefälschte Euroscheine direkt bei ihm. Die sogenannten „Blüten“ – so nennt man im Fachjargon gefälschte Geldscheine – wurden sofort sichergestellt. Außerdem fertigten die Beamtinnen und Beamten eine weitere Anzeige wegen des Verdachts der Geldfälschung.1
Der Beschuldigte soll zeitnah in eine Justizvollzugsanstalt überstellt werden. Die weiteren Ermittlungen hat das Kriminalkommissariat 12 bereits aufgenommen – die Ermittler haben also alle Hände voll zu tun.1
Damit du nicht selbst auf gefälschte Scheine hereinfällst, lohnt sich ein kurzer Check beim Bezahlen oder Wechselgeld-Annehmen. Echte Euroscheine haben einige klare Sicherheitsmerkmale:
Im Zweifel gilt: Lieber einmal mehr nachschauen, bevor du einen Schein annimmst oder weitergibst. Wer Falschgeld entdeckt, sollte es nicht weitergeben, sondern direkt bei der Polizei melden.1
Dieser Fall aus Kerpen zeigt, dass Kriminalität sich nicht immer lohnt – manchmal landet man buchstäblich auf der falschen Seite der Wache. Der mutmaßliche Geldfälscher wollte als Opfer auftreten und wurde stattdessen als Täter verhaftet. Bleibt gespannt, wie die weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariats 12 ausgehen.1
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