Spinnenalarm in NRW: Warum jetzt so viele Spinnen unterwegs sind und ob ihr euch wirklich Sorgen machen müsst, erfahrt ihr hier.
Ihr habt gerade das Gefühl, dass eure Wohnung plötzlich von Spinnen übernommen wird? Damit seid ihr nicht allein! Gerade jetzt tauchen die kleinen Achtbeiner überall auf – zwischen Bett, Schrank und Regal. Und bis zum Herbst wird es sogar noch mehr werden. Was dahintersteckt und warum ihr eigentlich entspannt bleiben könnt, verraten wir euch hier.1
Viele denken, das Wetter treibt die Spinnen ins Haus. Aber das ist ein Irrglaube! Dr. Linda Bunzenthal, Biologin und Leiterin der Solinger Fauna, klärt auf: Spinnen kommen vor allem ins Haus, weil sie hier Futter finden. Insekten in der Wohnung sind also quasi eine offene Einladung.1
Dass wir die Spinnen gerade so häufig sehen, hat aber noch einen anderen Grund: Es ist Paarungszeit! Vor allem die Spinnenmännchen sind jetzt aktiv unterwegs und wollen sich zeigen. Sie kommen aus ihren Verstecken gekrabbelt, denn jetzt sind sie besonders gut genährt und kräftig – quasi in Topform für die große Liebe. Bis zum September, so Bunzenthal, werden es noch deutlich mehr werden.1
Kurz und klar: Nein, ihr müsst keine Angst haben. Hierzulande leben rund 1.000 Spinnenarten – von der großen Hauswinkelspinne bis zu winzig kleinen Spinnentieren. Gefährlich für den Menschen ist keine davon. Nur bei speziellen Allergien kann es in seltenen Fällen zu Reaktionen kommen.1
Und auch der Klimawandel, der exotischeren und teils giftigen Arten bessere Überlebenschancen in unseren Breiten verschafft, ist kein Grund zur Sorge. Bunzenthal sagt dazu ganz klar: „Aber da muss man sich keine Sorgen machen. Auch in den Ländern, in denen giftige Spinnen heimisch sind, passiert nur selten etwas.“1
Mal ehrlich: Spinnen sind sogar ziemlich nützlich. Sie ernähren sich von Insekten und helfen dabei, Mücken, Fliegen und Co. in eurer Wohnung zu reduzieren. Wer also eine Spinne sieht, darf sie ruhig in Ruhe lassen – oder sanft nach draußen befördern, wenn es gar nicht anders geht.1
Wenn ihr wirklich weniger Besuch von den Achtbeinern haben wollt, gibt es ein paar einfache Tipps:
Eine wirklich sinnvolle Spinnenabwehr darüber hinaus gibt es laut Bunzenthal praktisch nicht.1
So romantisch die Paarungszeit für die Spinnen klingt – für die Männchen endet sie meist nicht gut. Die meisten überleben sie nicht lange und werden anschließend gefressen. Bunzenthal kommentiert das ganz nüchtern: „Ist ja schließlich auch gutes Essen für das Mädel, das schwanger ist.“ Na ja, die Natur kennt halt kein Erbarmen.1
Spinnen in der Wohnung sind gerade einfach Programm – und das ist völlig normal. Sie sind harmlos, nützlich und bald wieder weniger sichtbar. Also: Tief durchatmen, vielleicht sogar mal genauer hinschauen, und die kleinen Krabbler als das sehen, was sie sind – faszinierende Mitbewohner auf Zeit. Wir von Antenne NRW sagen: Kein Stress, NRW!
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