Ein Pferd ohne Sattel galoppierte auf der A2 bei Oelde gegen die Fahrtrichtung. Die Autobahn musste zeitweise voll gesperrt werden, alle blieben unverletzt.
Stellt euch mal vor, ihr seid ganz entspannt auf der A2 unterwegs und plötzlich steht da ein Pferd. Ohne Sattel, ohne Halfter, einfach nur am Galoppieren. Genau das ist am Mittwoch zwischen Bielefeld und Oelde passiert und sorgte für ordentlich Chaos auf einer der meistbefahrenen Autobahnen NRWs.1
Gegen 13:05 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein: Ein braunes Pferd läuft auf der A2 im Bereich der Anschlussstelle Oelde herum. Und zwar nicht einfach nur am Rand, sondern mitten auf der Richtungsfahrbahn Dortmund, dafür aber in Richtung Hannover. Also quasi im Geisterfahrer-Modus, nur eben mit vier Hufen statt vier Rädern.1
Mehrere Kilometer lief das Tier entgegen der Fahrtrichtung über die Autobahn. Man kann sich kaum vorstellen, was in den Autofahrern vorgegangen ist, die da plötzlich ein Pferd auf sich zukommen sahen.1
Zum Glück hat ein Lkw-Fahrer die Situation sofort erkannt und super reagiert. Er hat sein Tempo gedrosselt, den nachfolgenden Verkehr quasi eingesammelt und seinen Lkw dann quer auf die Fahrbahn gestellt. Dadurch konnte das Pferd nicht mehr in den entgegenkommenden Verkehr laufen. Ohne diese schnelle Reaktion hätte die Sache deutlich schlimmer ausgehen können.1
Die Autobahnpolizei aus Dortmund war schnell vor Ort und konnte das Pferd mit einer provisorischen Leine sichern. So wurde es von der Autobahn geführt. Die Besitzerin kam dann mit einem Pferdeanhänger zum Einsatzort, um ihr Tier wieder sicher nach Hause zu bringen. Eine Tierärztin war ebenfalls dabei und hat dem Pferd eine Beruhigungsspritze gegeben, damit es sich von dem stressigen Ausflug erholen konnte.1
Weil die Situation so gefährlich war, musste die A2 im Bereich der Gefahrenstelle zeitweise in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden. An dem Einsatz waren sowohl Autobahnpolizisten aus Dortmund als auch aus Bielefeld beteiligt. Gegen 14:15 Uhr konnte der Verkehr dann endlich wieder freigegeben werden, nach guten 70 Minuten Sperrung.1
Das Wichtigste zum Schluss: Es kam zu keinem Unfall und das Pferd blieb komplett unverletzt. Auch wenn der Vorfall auf jeden Fall für ordentlich Adrenalin bei allen Beteiligten gesorgt hat, ging die Geschichte am Ende glimpflich aus. Ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig schnelles und besonnenes Handeln im Straßenverkehr sein kann, egal ob es um Menschen oder Tiere geht.
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