Foto wurde mit
KI generiert
Protestcamp in Köln: „Rheinmetall entwaffnen“ kommt wieder – das musst du wissen
24. August 2026

Das Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ plant vom 1. bis 6. September erneut ein Protestcamp in Köln.

Köln steht erneut im Fokus

Kennst du noch die Bilder vom letzten Sommer? Eingekesselte Demonstranten, hitzige Debatten, jede Menge Strafverfahren – und mittendrin: Köln. Das Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ macht erneut mobil und plant vom 1. bis 6. September ein Protestcamp im Inneren Grüngürtel, direkt am Fuß des Fernsehturms.1 Die Losung diesmal: „Kampf den Kriegstreibern“. Was genau auf die Stadt zukommt und warum das Ganze schon jetzt für ordentlich Gesprächsstoff sorgt, erfährst du hier.

Was ist geplant?

Das Bündnis richtet sich nach eigenen Angaben gegen Waffenlieferungen, Aufrüstung und die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft.1 Für das diesjährige Camp haben sich bereits 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Polizei angemeldet – aber das ist erstmal nur eine vorläufige Zahl, tatsächlich könnten deutlich mehr kommen.1

Die Mobilisierung läuft dabei bundesweit auf Hochtouren: Aus Berlin, Hamburg und Münster werden Busreisen nach Köln organisiert, in verschiedenen Städten finden in einschlägigen Szenekneipen Informationsveranstaltungen statt.1 Vor Ort soll es Vorträge, Workshops und Kulturveranstaltungen geben. Außerdem sind für den 1. September und den 5. September Demonstrationen geplant – wo genau, wollten die Aktivisten bislang noch nicht verraten.1

Was ist letztes Jahr passiert?

Für alle, die den Sommer 2025 noch nicht vergessen haben: Das Camp fand trotz eines zunächst bestätigten Verbots statt – das Oberverwaltungsgericht Münster hob die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln in letzter Minute auf.1 Während der Camp-Woche vom 25. bis 31. August gab es mehrere Aktionen, darunter eine Blockade des Zugangs zum Karrierecenter der Bundeswehr und eine Aktion vor dem Wohnort des Rheinmetall-Chefs Armin Papperger.1

Der Höhepunkt der Eskalation: Am 30. August löste die Polizei eine Versammlung auf der Mechtildisstraße auf und kesselte über Stunden zahlreiche Teilnehmer in der Kölner Innenstadt ein. Dabei soll es auf beiden Seiten zu Gewalt gekommen sein – Polizei und Demonstrierende schoben sich danach gegenseitig die Schuld zu.1 Auch die damals anwesende Linken-Bundestagsabgeordnete Lisa Schubert erhob Vorwürfe gegen einen Polizeibeamten.1

Wie läuft die juristische Aufarbeitung?

Kurze Antwort: noch lange nicht abgeschlossen. Vor dem Amtsgericht laufen oder liefen insgesamt 77 Strafverfahren gegen Aktivisten im Zusammenhang mit dem letztjährigen Camp – 57 davon sind bereits abgeschlossen. Darunter: drei Freisprüche, drei Geldstrafen und fünf Einstellungen.1

Auf der anderen Seite ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt gegen zwei identifizierte Polizeibeamte – Hintergrund ist die Anzeige von Lisa Schubert. Zusätzlich läuft ein weiteres Verfahren wegen der Einkesselung als polizeiliche Maßnahme insgesamt.1 Auch die Aktivisten hatten das Polizeipräsidium Köln verklagt – das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht hat allerdings noch nicht einmal begonnen.1

Was sagt die Polizei?

Ein erneutes Verbot des Camps steht derzeit nicht im Raum. Die Polizei erklärte: „Unmittelbare Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht erkennbar.“1 Trotzdem bereite man sich auf Grundlage der Erfahrungen aus dem Vorjahr intensiv vor – im engen Austausch mit Sicherheitsbehörden in Bund und Land. Klar ist aber auch: Bei strafbarem Verhalten, insbesondere Gewalttätigkeiten, will die Polizei „frühzeitig und konsequent einschreiten“.1

Fazit: Köln bleibt im Blick

Die nächsten Tage werden zeigen, ob das diesjährige Camp friedlich verläuft oder erneut eskaliert. Eins ist klar: Sowohl die Aktivisten als auch die Behörden haben die Ereignisse vom letzten Jahr nicht vergessen. Wir bei Antenne NRW halten euch auf dem Laufenden – bleibt gespannt und informiert euch weiter auf antenne.nrw.

Quellen

  1. „Rheinmetall entwaffnen“ mobilisiert für erneutes Protestcamp – was auf Köln zukommt – Kölnische Rundschau


Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.