Zum Start des neuen Schuljahres sind in Köln 29 Schulleitungsstellen unbesetzt – besonders Grundschulen sind betroffen. Was steckt dahinter?
Der Sommer ist vorbei, die Ferien sind Geschichte – und doch startet nicht alles neu in Köln. Denn während die Schülerinnen und Schüler ihre Ranzen wieder packen, fehlt an vielen Kölner Schulen nach wie vor eine entscheidende Person: die Schulleitung. Zum Start des neuen Schuljahres sind laut der Bezirksregierung Köln insgesamt 29 Schulleitungsstellen unbesetzt. Das bedeutet: Ungefähr jede zehnte Schule in Köln hat derzeit niemanden an der Spitze.1
Besonders krass sieht die Lage bei den Grundschulen aus. Von rund 150 Kölner Grundschulen haben 19 Schulen keine feste Leitung – das sind etwa 13 Prozent. Dort, wo die Kleinsten lernen, fehlt also am häufigsten eine klare Führungsstruktur.1
Kein Wunder, dass das die Kollegien belastet. Denn auch wenn es Vertretungsregelungen für unbesetzte Stellen gibt, heißt das in der Praxis oft: mehr Arbeit für alle, die da sind. Die Lehrerinnen und Lehrer müssen dann eben doch irgendwie alles auffangen – und das on top zu ihrem normalen Schulalltag.1
Die Gründe für die vielen offenen Stellen liegen eigentlich auf der Hand. Als Hauptfaktoren gelten:1
Dazu kommt der allgemeine Lehrermangel, auf den die Bezirksregierung Köln ausdrücklich hinweist. Und der lässt sich eben nicht von heute auf morgen lösen.1
Das Land NRW arbeitet laut Bezirksregierung daran, Schulleitungsstellen wieder attraktiver zu gestalten. Und es soll sogar erste Erfolge geben. Ob das ausreicht, um das strukturelle Problem wirklich in den Griff zu bekommen, bleibt aber abzuwarten. Für die betroffenen Schulen und ihre Teams bedeutet das erstmal: weiter durchhalten und gemeinsam das Beste draus machen.1
Ein echtes Problem, das viele Familien in NRW direkt betrifft – und das so schnell wohl nicht vom Tisch ist. Wir bleiben dran!
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