Mehrere Schüsse auf eine türkische Bar in Köln-Ostheim: Was bisher bekannt ist und welches Kriminalitätsphänomen die Behörden dahinter vermuten.
In Köln-Ostheim ist es am frühen Samstagmorgen, dem 5. September, zu einem Vorfall gekommen, der viele Menschen aufhorchen lässt: Mehrere Schüsse trafen eine türkische Bar in der Frankfurter Straße. Gegen 7 Uhr fielen laut ersten Polizei-Informationen die Schüsse – verletzt wurde zum Glück niemand.1
Das Motiv? Unklar. Die Polizei macht zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben dazu. Aber der Vorfall steht möglicherweise nicht alleine da – und das macht die Sache besonders brisant.1
Ob es Parallelen zu einem Einsatz auf der Bonner Straße gibt, prüft die Polizei noch. Dort wird ein Zusammenhang mit einer neuen Form der Erpresserkriminalität untersucht – ein konkreter Hinweis auf eine Verbindung liegt aber bislang nicht vor.1
Schaut man auf die vergangenen Wochen, fällt auf: Das war nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits am 31. August krachten Schüsse in die Scheibe eines noch geschlossenen Lokals auf der Bonner Straße. Auf dem Bürgersteig lagen Patronenhülsen im Kaliber neun Millimeter. Ein Zeuge beschrieb den Täter als dunkel gekleideten, glatzköpfigen Mann mit Kapuzenpullover. Die Polizei sperrte die Straße ab und setzte Spürhunde ein.1
Noch früher, bereits im August, gab es weitere beunruhigende Vorfälle: Ein Juweliergeschäft auf der Keupstraße und ein Uhrengeschäft in der Kölner Innenstadt wurden beschossen. In Erftstadt schossen zwei Vermummte auf Haus und Auto eines türkischen Geschäftsmanns.1
Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen spricht laut Kölner Stadt-Anzeiger von einem „neuen Kriminalitätsphänomen“. In der Öffentlichkeit kursiert dafür bereits ein Begriff: „türkische Gen-Z-Mafia“. Die Sicherheitsbehörden betonen aber ausdrücklich, dass es sich dabei nicht um eine einzige Organisation handelt.1
Klar ist: Die Serie von Vorfällen sorgt für Unsicherheit – nicht nur bei Geschäftsleuten, sondern in der ganzen Stadt. Wenn früh morgens Schüsse fallen und Patronenhülsen auf dem Bürgersteig liegen, dann ist das mehr als ein Einzelfall. Die Ermittlungsbehörden haben das offenbar erkannt und schauen genau hin.1
Verletzt wurde bei dem Vorfall in Köln-Ostheim niemand – das ist die gute Nachricht. Die Ermittlungen laufen. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald es neue Infos gibt. Bis dahin: Augen auf und aufeinander achten – so wie wir das in NRW eben machen.
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