Nach einem Schulwegunfall reicht ein kurzes Nachfragen nicht – die Polizei Bielefeld erklärt, warum du immer bleiben und die 110 rufen musst.
Der Schulbeginn ist da und damit auch wieder deutlich mehr Kinder unterwegs – zu Fuß, mit dem Rad oder als Beifahrer. Die Polizei Bielefeld hat zum Schulstart eine wichtige Botschaft, die wirklich alle kennen sollten: Wenn du als Autofahrer an einem Unfall mit einem Kind beteiligt bist, reicht es absolut nicht aus, kurz zu fragen „Alles okay?“ und dann einfach weiterzufahren.1
Klingt eigentlich logisch, oder? Aber genau das passiert immer wieder: Ein Kind wird bei einem Verkehrsunfall erschreckt, der Fahrer fragt kurz nach dem Befinden – und fährt dann weiter. Das Problem dabei: Kinder können nach dem ersten Schreck oft gar nicht einschätzen, was gerade passiert ist. Schmerzen oder Verletzungen werden nicht sofort bemerkt, der Adrenalinspiegel ist hoch, und das Kind steht unter Schock.1
Deshalb gilt laut Polizei Bielefeld ganz klar: Bleib an der Unfallstelle, egal ob das Kind angefahren wurde oder äußerlich unverletzt wirkt. Ruf die 110 an – immer. Kinder dürfen nach einem Unfall nicht allein gelassen werden.1
Damit du im Ernstfall weißt, was zu tun ist, hat die Polizei Bielefeld die wichtigsten Schritte zusammengefasst:1
Wer nach einem Unfall einfach weiterfährt, setzt sich dem Verdacht des unerlaubten Entfernens vom Unfallort aus – also Fahrerflucht. Das gilt auch dann, wenn das Kind im ersten Moment unverletzt wirkt. Wer bleibt, schützt nicht nur das Kind, sondern auch sich selbst vor ernsthaften rechtlichen Konsequenzen.1
Es geht nicht darum, sofort Erste Hilfe leisten zu müssen oder medizinisches Fachpersonal zu sein. Die Polizei Bielefeld betont ausdrücklich: Oft reicht die bloße Anwesenheit aus, damit sich ein verletztes oder erschrecktes Kind nicht hilflos fühlt.1 Einfach da bleiben, ruhig bleiben, die 110 wählen – das ist alles, was es in diesem Moment braucht.
Also: Warnweste raus aus dem Kofferraum, lieber gut erreichbar im Auto verstauen – und im Fall der Fälle einfach bleiben. Für die Kleinen da draußen auf dem Schulweg macht das den ganzen Unterschied.
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