Ein 15-Jähriger fuhr in Euskirchen ohne Führerschein, um seinen betrunkenen Vater abzuholen – mit 2,12 Promille und dem kleinen Bruder auf der Rückbank.
Normalerweise sind es die Eltern, die ihre Kinder irgendwo abholen – aber in Euskirchen lief das in der Nacht zum 7. September 2026 genau andersherum. Ein 15-Jähriger setzte sich ans Steuer, um seinen alkoholisierten Vater nach Hause zu bringen. Die Polizei stoppte die Fahrt und staunte nicht schlecht, was sie dabei vorfand.1
Gegen 1.15 Uhr fiel Polizeibeamten auf der Landstraße 264 in Euskirchen ein Pkw mit auffälliger Fahrweise auf: Das Fahrzeug schlängelte sich mehrfach über die Fahrbahn, machte ruckartige Lenkbewegungen und driftete immer wieder in Richtung Fahrbahnmitte. Kein Wunder also, dass die Beamten das Auto anhielten.1
Bei der Kontrolle folgte dann die Überraschung: Hinter dem Steuer saß kein Erwachsener, sondern ein 15-jähriger Jugendlicher aus Euskirchen. Auf dem Beifahrersitz: sein 39-jähriger Vater. Und auf der Rückbank? Der neunjährige jüngere Bruder des Fahrers.1
Wie sich im Verlauf der Kontrolle herausstellte, hatte der Vater zuvor bei einem Freund Alkohol getrunken – so viel, dass er selbst nicht mehr in der Lage war, das Auto zu fahren. Sein 15-jähriger Sohn machte sich daraufhin auf den Weg, um ihn abzuholen. Gut gemeint, aber leider alles andere als legal.1
Der Vater wirkte bei der Kontrolle augenscheinlich stark alkoholisiert. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest bestätigte den Eindruck: 2,12 Promille zeigte das Gerät an. Die Weiterfahrt wurde sofort untersagt.1
Für den Teenager hat die Nacht jetzt rechtliche Konsequenzen: Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erstattet. Denn egal wie gut die Absicht war – ohne gültigen Führerschein darf niemand ein Fahrzeug auf öffentlichen Straßen bewegen. Mit 15 Jahren ist ein Führerschein in Deutschland schlichtweg noch kein Thema.1
Diese Geschichte zeigt, wie gefährlich und kompliziert Situationen werden können, wenn Alkohol im Spiel ist – nicht nur für den, der trinkt, sondern für die ganze Familie. Ein 15-Jähriger, der in einer Nacht mit dem Auto unterwegs ist und dabei auch noch seinen neunjährigen Bruder im Auto hat, weil er seinen betrunkenen Vater abholen wollte: Das ist gleichzeitig traurig und erschreckend.1
Die Absicht des Jugendlichen mag verständlich gewesen sein – aber die Lösung war es definitiv nicht. Bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten aus dieser Nacht etwas mitnehmen. Falls du selbst oder jemand in deinem Umfeld Unterstützung bei Alkoholproblemen braucht, gibt es in NRW zahlreiche Anlaufstellen und Beratungsangebote, die helfen können.
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