Nach schwerem Raub und sexueller Nötigung in Duisburg-Rahm sitzen zwei Tatverdächtige in U-Haft. Ein VW Tiguan führte die Ermittler auf die richtige Spur.
Es gibt eine wichtige Entwicklung in einem schweren Kriminalfall aus der Region: Nach dem schweren Raub und der sexuellen Nötigung einer 22-Jährigen hat die Duisburger Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt und festgenommen. Das Kriminalkommissariat 13 hat dabei ganze Arbeit geleistet.1
Zur Vorgeschichte: Die junge Frau war nach einem Clubbesuch in Düsseldorf vor der Clubtür von den Männern angesprochen worden und mit ihnen in einem Auto nach Duisburg gefahren. Am Druchter Weg im Stadtteil Rahm kam es dann zu den Straftaten.1 Dass Duisburg zuletzt vermehrt wegen Kriminalität in den Schlagzeilen steht, zeigt auch ein früherer Beitrag von uns, in dem wir über einen Raubüberfall auf zwei 14-Jährige an einem Bolzplatz in Duisburg-Obermarxloh berichtet hatten.2
Der entscheidende Hinweis bei den Ermittlungen: ein VW Tiguan. Hinweise zu dem bei der Tat genutzten Fahrzeug brachten die Kriminalbeamten auf die richtige Spur. Von dort an fügten sich laut Polizei Puzzleteil für Puzzleteil zusammen, bis die beiden Tatverdächtigen – ein 19-Jähriger und ein 21-Jähriger, beide aus Duisburg – identifiziert werden konnten.1
Am Montag, dem 7. September, wurden die beiden Männer schließlich festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Duisburg Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der Beschuldigten sowie für den mutmaßlich genutzten VW. Dabei wurde mögliches Beweismaterial sichergestellt – darunter Mobiltelefone.1
Auch ein dritter Mann, der sich während der Fahrt in dem Auto befunden hatte, konnte von der Polizei identifiziert werden. Bei ihm handelt es sich ebenfalls um einen 19-Jährigen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde er jedoch bereits im Verlauf der Fahrt an seiner Wohnanschrift abgesetzt und war bei den späteren Straftaten nicht mehr dabei. Er wird im Verfahren als Zeuge geführt und ist damit kein Beschuldigter.1
Am Dienstag, dem 8. September, wurden die beiden Beschuldigten einem Haftrichter des Amtsgerichts Duisburg vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg Untersuchungshaftbefehle gegen den 19- und den 21-Jährigen – wegen des Verdachts des schweren Raubes und der sexuellen Nötigung. Beide sitzen damit vorerst in Untersuchungshaft.1
Der Fall zeigt, wie akribische Ermittlungsarbeit selbst bei schwierigen Ausgangslagen zum Erfolg führen kann. Die Duisburger Kriminalbeamten haben in kurzer Zeit zwei Tatverdächtige identifiziert, festgenommen und die Grundlage für Untersuchungshaft geschaffen. Für die 22-jährige Geschädigte ist das zumindest ein erster wichtiger Schritt in Richtung Gerechtigkeit.1
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