Mit 98 km/h durch die 50er-Zone: Die Polizei im Märkischen Kreis hat bei Kontrollen an drei Standorten zahlreiche Raser erwischt und zwei Fahrverbote…
Wer glaubt, dass Radarkontrollen nur auf Autobahnen stattfinden, hat sich im Märkischen Kreis gründlich geirrt. Die Polizei hat an einem einzigen Tag gleich an drei Stellen im Kreisgebiet die Geschwindigkeit überwacht – und die Ergebnisse sind ziemlich eindeutig: Viele Fahrer nehmen es mit dem Tempolimit nicht so genau. Der absolute Spitzenreiter bretterte mit 98 km/h durch eine 50er-Zone. Das ist fast doppelt so schnell wie erlaubt – mitten in einer geschlossenen Ortschaft!1
Los ging es in Balve-Langenholthausen. Dort kontrollierten Beamte von 07:45 Uhr bis 12:30 Uhr mittels ESO-Messgerät auf der Sunderner Straße insgesamt 860 Fahrzeuge. Das Ergebnis: 83 Fahrer waren zu schnell unterwegs. 75 Verwarngelder wurden verhängt, acht Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt – und zwei Fahrer müssen demnächst ihr Auto stehen lassen.1
Weiter ging es auf der Kölner Straße in Lüdenscheid. Zwischen 06:55 Uhr und 09:50 Uhr wurden dort 350 Fahrzeuge überprüft. 21 Verwarngeldverfahren und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige waren die Folge. Der Spitzenreiter hier? Ein einheimischer Pkw mit 51 km/h in einer 30er-Zone. Klingt wenig dramatisch, ist aber trotzdem eine klare Ansage an alle Autofahrer: Auch in Tempo-30-Zonen wird gemessen!1
Den Abschluss machte die Volmestraße in Schalksmühle-Dahlerbrück. Von 10:40 Uhr bis 12:35 Uhr passierten 356 Fahrzeuge die Radarkontrolle. Die Bilanz fiel hier mit lediglich drei Verwarngeldern deutlich moderater aus. Allerdings: Auch hier gab es einen Ausreißer mit 66 km/h statt der erlaubten 50 km/h.1
Zwei Fahrer aus der Balve-Langenholthausener Kontrolle müssen künftig auf ihr Auto verzichten. Ein Fahrverbot ist keine Kleinigkeit – es bedeutet für viele Menschen echte Einschränkungen im Alltag, vor allem wenn man auf das Auto angewiesen ist. Wer innerorts mehr als 30 km/h zu schnell fährt, riskiert nicht nur ein saftiges Bußgeld, sondern eben auch den Führerscheinentzug.1
Die Botschaft der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis ist klar: Es bleibt nicht bei diesem einen Tag. Die Polizei hat angekündigt, die Geschwindigkeitskontrollen konsequent fortzusetzen, um das Tempo auf den Straßen zu senken und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.1
Also: Fuß vom Gas, Augen auf – und lieber einmal mehr auf den Tacho schauen. Die nächste Radarkontrolle kommt bestimmt. Und ob 98 km/h in der Ortschaft wirklich so viel Zeit spart? Wohl kaum. Aber das Fahrverbot dauert dann umso länger.
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