Zwei Bielefelder haben ihre Fahrräder mit Motoren aufgerüstet – und sind damit ohne Führerschein erwischt worden. Was dahinter steckt und warum das teuer wird.
Ganz schön dreist, aber auch ganz schön riskant: Zwei junge Männer aus Bielefeld haben ihre Fahrräder kurzerhand zu motorisierten Eigenbau-Flitzern umgebaut – und sind damit direkt in eine Polizeikontrolle gerauscht. Der Verkehrsdienst der Polizei Bielefeld hat die beiden am Montag, 07.09.2026, in der Straße Am Waldbad in Windelsbleiche gestoppt.1
Gegen 17:20 Uhr fiel den Beamten das Duo auf – ein 18-Jähriger und ein 19-Jähriger, beide aus Bielefeld. Auf den ersten Blick: ganz normale Fahrräder. Auf den zweiten Blick: irgendetwas stimmte mit dem Fahrverhalten nicht. Und kein Wunder, denn die beiden taten nur so, als würden sie in die Pedale treten. In Wirklichkeit übernahm das ein Motor.1
Bei der Kontrolle kam dann raus, was die zwei sich ausgedacht hatten: Statt Tretkurbeln gab es nur noch Fußrasten an den Rädern. Angetrieben wurden die Gefährte von selbst montierten Motoren – und die hatten es in sich. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei können die umgebauten Räder mindestens 40 km/h erreichen.1
Und genau da liegt das Problem: Wer ein Fahrrad so umbaut, macht es rechtlich gesehen zu einem versicherungspflichtigen Motorrad. Das bedeutet: Zulassung nötig, Versicherung nötig, Führerschein nötig. Nichts davon konnten die beiden Bielefelder vorweisen. Die Konsequenz: Beide müssen sich jetzt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.1
Die Fahrzeuge wurden direkt sichergestellt. Ein externer Gutachter soll nun im Auftrag der Polizei die genaue Leistung der Eigenbauten ermitteln.1
Ein kleines Plus für die beiden: Im Gespräch mit den Polizisten zeigten sich der 18-Jährige und der 19-Jährige einsichtig. Das ändert zwar nichts an den rechtlichen Konsequenzen, aber es ist zumindest ein Anfang.1
Der Fall aus Bielefeld zeigt: Ein selbst eingebauter Motor am Fahrrad ist kein harmloses Hobby-Projekt. Sobald das Rad motorisiert wird und eine bestimmte Leistung erreicht, gelten ganz andere Regeln als beim normalen Radfahren. Kurz gesagt:
Also: Lieber zweimal nachdenken, bevor du deinem Fahrrad einen Motor verpasst – sonst wird aus dem coolen DIY-Projekt schnell ein teures Nachspiel.1
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