Am 12. September gehen in Düsseldorf bis zu 10.000 Menschen gegen AfD und rechte Hetze auf die Straße.
Am Samstag, 12. September, geht es in Düsseldorf auf die Straße: Mehrere Bündnisse rufen zu einer Großdemonstration gegen die AfD auf – und die könnte richtig groß werden. Angemeldet ist die Demo für bis zu 10.000 Teilnehmer. Der Anlass: die jüngsten Wahlergebnisse der AfD in Sachsen-Anhalt und die anstehende Wahl in Mecklenburg-Vorpommern.1
Unter dem Motto „Kein Schritt zurück! Gegen AfD und rechte Hetze!“ startet der Demozug um 14 Uhr am Immermannhof, direkt in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs. Von dort zieht er rund zwei Stunden lang zum Rheinpark Golzheim. Dort findet eine Abschlusskundgebung mit Reden und einem kulturellen Rahmenprogramm statt. Unter anderem soll der Indie-Rock-Musiker Haller auftreten.1
Drei Bündnisse haben gemeinsam zum Protest aufgerufen, auch wenn sie unterschiedliche Ansätze verfolgen:1
Beim Pressegespräch im Düsseldorfer Zakk machten die Bündnisse klar: Trotz verschiedener Positionen wollen sie gemeinsam ein Zeichen setzen. „Wir stehen ein für eine offene, solidarische Gesellschaft, in der alle Menschen sicher und frei leben können“, sagte Christine Brinkmann von Prüf NRW.1
Die Demo ist auch ein Blick nach vorne – Richtung Landtagswahl in NRW. Laut NRW-Trend-Umfrage aus dem Monat Juni steht die AfD in Nordrhein-Westfalen beim parteieigenen Höchstwert von 17 Prozent (+2 Prozent). Oliver Ongaro, Sprecher von „Düsseldorf stellt sich quer“, warnt: Die Partei plane einen „schrittweisen Umbau der Institutionen des demokratischen Staates“. Gerade im Ruhrgebiet reichten Appelle allein nicht aus – umso wichtiger sei ein breites Bündnis auf der Straße.1
Die Veranstalter sehen in Demonstrationen aber nicht die einzige Antwort. Heinrich Fucks vom Düsseldorfer Appell verwies auf die Erfahrungen aus Sachsen-Anhalt, wo die Grüne Jugend im Vorfeld der Wahl mit Hausbesuchen 30.000 Menschen erreicht habe. Solche direkten Gespräche müssten auch in NRW wieder stärker geführt werden – gerade mit Menschen, die frustriert oder vereinsamt seien. Auch die Arbeit in Vereinen und lokalen Strukturen sei wichtig.1
Gleichzeitig betont Christine Brinkmann, dass Demos für die Teilnehmenden noch eine andere Funktion hätten: Immer wieder erlebe sie, wie besorgte Menschen dort „Kraft tanken“, um danach in ihren Vereinen, Nachbarschaften oder Gemeinden weiterzumachen. Im Bündnis wird sogar darüber diskutiert, Vereinen aus Sachsen-Anhalt im Falle einer AfD-Regierungsbeteiligung konkrete Unterstützung anzubieten – etwa durch einen temporären Sitz im Düsseldorfer Zakk.1
Wenn du in Düsseldorf oder der Region wohnst und am Samstag dabei sein willst – das ist deine Chance, ein Zeichen zu setzen. Antenne NRW hält euch über alle wichtigen Ereignisse in NRW auf dem Laufenden – direkt bei uns auf antenne.nrw.1
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!