Wolfsschützer üben Zaunaufbau bei einem Schäfer in Hünxe – und lernen, wie aufwendig Herdenschutz in NRW wirklich ist. Alle Infos zum Seminar gibt’s hier.
Der Wolf ist zurück in NRW – und das sorgt nicht nur bei Landwirten und Schäfern für heiße Diskussionen. Wer seine Herde schützen will, muss sich ernsthaft damit auseinandersetzen, wie aufwendig das wirklich ist. Mitglieder eines Wolfsvereins haben das jetzt hautnah erlebt: bei einem Zaunbauseminar bei einem Schäfer in Hünxe.1
Der Freundeskreis freilebender Wölfe hat das Seminar besucht, um zu lernen, was Herdenschutz in der Praxis wirklich bedeutet. Und eins ist klar: Es ist deutlich mehr als ein Zaun aufstellen und fertig. Wie es so schön heißt – „Das bedeutet dauerhaft Arbeit“.1 Denn ein wolfssicherer Zaun will nicht nur gebaut, sondern auch regelmäßig gewartet, kontrolliert und instand gehalten werden.
Bei dem Seminar in Hünxe haben die Teilnehmenden direkt vor Ort geübt, wie solch ein Schutzzaun korrekt aufgebaut wird. Dabei wurde schnell klar, wie komplex der Herdenschutz sein kann – und warum es so wichtig ist, das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.1
Dass der Wolf in NRW ein heiß diskutiertes Thema ist, dürfte kaum jemanden überraschen. Für Wolfsschützer ist er ein wichtiger Teil des Ökosystems, für viele Schäfer und Landwirte hingegen eine echte Herausforderung im Alltag. Das Seminar in Hünxe zeigt aber: Beide Seiten können voneinander lernen. Wolfsschützer, die selbst verstehen, wie aufwendig der Herdenschutz ist, können die Situation der Tierhalter besser nachvollziehen.1
Gleichzeitig ist es ein wichtiges Signal: Wer Wölfe schützen will, muss auch dafür eintreten, dass Lösungen für Landwirte und Schäfer funktionieren. Zaunbau-Know-how gehört dabei offensichtlich dazu.
Das Zaunbauseminar in Hünxe macht deutlich, dass das Miteinander von Mensch und Wolf in NRW nur funktioniert, wenn alle Seiten aufeinander zugehen. Wolfsschutz bedeutet eben nicht nur, das Tier zu verteidigen – sondern auch zu verstehen, was Schäfer und Landwirte täglich leisten, um ihre Herden zu schützen. Und das, so viel steht fest, ist dauerhaft harte Arbeit.1
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Thomas Scharfenberg says:
Herdenschutzmaßnahmen umzusetzen ist Tier und Artenschutz.
Gerade Schafe beweisen vor allem Naturschutzflächen und lohnen sich nur so für die Halter.
Aber Naturschutz ist nicht teilbar.
Daher gehört ein wolfsabweisender Herdenschutz dazu.
Es gibt finanzielle Unterstützung aber es ist Mehrarbeit und bedeutet auch, dass man mehr bei den Tieren ist. Und er ist wirksam.
Aber es bedarf täglicher Kontrolle.
Thomas Scharfenberg says:
Herdenschutzmaßnahmen umzusetzen ist Tier und Artenschutz.
Gerade Schafe beweiden vor allem Naturschutzflächen und lohnen sich nur so für die Halter.
Aber Naturschutz ist nicht teilbar.
Daher gehört ein wolfsabweisender Herdenschutz dazu.
Es gibt finanzielle Unterstützung aber es ist Mehrarbeit und bedeutet auch, dass man mehr bei den Tieren ist. Und er ist wirksam.
Aber es bedarf täglicher Kontrolle.