Foto wurde mit
KI generiert
Großbrand in Herdecke: Einsatz nach 21 Stunden erfolgreich beendet
14. September 2026

Der Großbrand im Recyclingbetrieb in Herdecke ist nach 21 Stunden beendet. 170 Einsatzkräfte, sieben Feuerwehren – alle Details zum Abschluss des Großeinsatzes.

Update: Feuerwehr zieht nach 21 Stunden ab

Es ist vorbei – aber was für ein Einsatz! Der Großbrand im Recyclingbetrieb AHE im Gewerbegebiet Loerfeld an der Nierfeldstraße in Herdecke ist offiziell beendet. Um 21:45 Uhr rückte die Feuerwehr nach sage und schreibe 21 Stunden ab. In unserem früheren Beitrag zum Großbrand in Herdecke hatten wir bereits über den dramatischen Beginn des Einsatzes ab 0:28 Uhr berichtet – jetzt gibt es die Abschlussmeldung der Feuerwehr Herdecke.2

Was ist eigentlich passiert?

Das Feuer hatte sich in einer Lagerhalle des Recyclingbetriebs ausgebreitet und rund 900 Quadratmeter Hallenfläche erfasst. Bei Eintreffen der ersten Kräfte brannte es bereits in voller Ausdehnung – und das war erst der Anfang. Gleich zweimal drohte sogar eine Rauchgasdurchzündung. Klingt brutal, war es auch.1

Besonders knifflig: Nachdem der erste Brand unter Kontrolle gebracht war, mussten die Einsatzkräfte tief ins Brandgut hinein. Bagger legten Glutnester frei, das Material wurde kontrolliert aus der Halle herausgefahren und dann gezielt mit Wasser und Schaum abgelöscht. Eine echte Knochenarbeit – und das über viele Stunden.1

170 Einsatzkräfte, sieben Feuerwehren, eine Drohne

Der Einsatz war alles andere als ein Soloauftritt. In der Spitze standen rund 170 Einsatzkräfte gleichzeitig an der Einsatzstelle. Insgesamt waren sieben Feuerwehren aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die Feuerwehren aus Hagen und Dortmund dabei.1 Schon zu Beginn des Einsatzes waren Kräfte aus Wetter, Witten, Hattingen und weiteren Städten in der Region alarmiert worden.2

Zur Brandbekämpfung kamen Strahlrohre, Wasserwerfer und zwei Hochleistungslüfter des Ennepe-Ruhr-Kreises zum Einsatz. Eine Drohne mit Wärmebildkamera half dabei, versteckte Glut- und Brandstellen aufzuspüren. Der vorhandene Rauch- und Wärmeabzug der Halle wurde frühzeitig aktiviert, um den Rauch kontrolliert abzuführen.1

Löschwasserversorgung als besondere Herausforderung

Vor allem in der Nacht wurde die Wasserversorgung zur echten Herausforderung – so ernst, dass dafür ein eigener Einsatzabschnitt eingerichtet wurde. Nach Abstimmung mit dem Energieversorger konnte zusätzlich Wasser über den Bereich der Dortmunder Landstraße bereitgestellt werden. Insgesamt wurden vier Einsatzabschnitte mit mehreren Unterabschnitten gebildet.1

THW, Johanniter und Stadt im Einsatz

Nicht nur die Feuerwehren packten an: Das Technische Hilfswerk leuchtete die Einsatzstelle in der Nacht aus und stellte einen Baufachberater zur Verfügung – denn die Halle wurde durch den Brand im Dachbereich erheblich beschädigt, in Teilbereichen bestand sogar Einsturzgefahr. Vorsorglich musste auch die Loerfeldstraße gesperrt werden.1

Die Johanniter-Unfall-Hilfe kümmerte sich um die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und warmen Mahlzeiten. Der nahegelegene Betriebshof der Stadt Herdecke diente als Logistik- und Versorgungsstützpunkt. Bürgermeisterin Iris Stalzer informierte sich persönlich – sowohl in der Nacht als auch am Abend – an der Einsatzstelle über die Lage und dankte den überwiegend ehrenamtlichen Kräften.1

Luftmessungen: keine auffälligen Schadstoffbelastungen

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden umfangreiche Schadstoffmessungen im Stadtgebiet durchgeführt. Messfahrzeuge des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Feuerwehr Hagen sowie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK NRW) waren im Einsatz. Das Ergebnis: keine auffälligen Schadstoffbelastungen in der Umgebungsluft. Zwei Kindertagesstätten konnten während des Einsatzes jedoch nicht betrieben werden, die Grundschule Schraberg wurde vorsorglich überprüft und konnte dann den Unterricht im Gebäude fortsetzen.1

Einsatz beendet – Ermittlungen laufen

Um 21:45 Uhr war es dann geschafft: Der Einsatz wurde offiziell für beendet erklärt. Eine Kameradin wurde ambulant vom Rettungsdienst behandelt und konnte den Einsatz nicht fortsetzen – sonst kamen keine Personen zu Schaden. Das Unternehmen AHE stellt vorsorglich eine Brandwache für die Nacht.1

Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Angaben dazu können von der Feuerwehr aktuell nicht gemacht werden. Auch eine Schadensschätzung ist derzeit nicht möglich. Was bleibt, ist ein riesiges Dankeschön an alle Beteiligten – und die Gewissheit, dass in Herdecke ein starkes Team am Werk war.1

Quellen

  1. FW-EN: ABSCHLUSSMELDUNG – Großbrand in Recyclingbetrieb im Gewerbegebiet Loerfeld – Einsatz nach umfangreichen Maßnahmen am Abend nach 21 Stunden beendet
  2. Großbrand in Herdecke: Feuerwehr im Großeinsatz im Gewerbegebiet Loerfeld – Antenne NRW


Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.