3.500 Schülerinnen und Schüler feierten in Münster den Internationalen Tag der Demokratie – mit einem großen Fest auf dem Domplatz und einer klaren Botschaft…
Stell dir vor: Du bist 17, dein bester Freund ruft dich an und sagt, dass er sich „falsch“ fühlt – und da ist er gerade mal elf Jahre alt. Genau das hat Leonie erlebt. Heute weiß sie, dass er transsexuell ist. Und genau dieses Erlebnis hat sie dazu gebracht, aktiv zu werden. Ihr Credo? „Ich möchte, dass Menschen Menschen sein können.“ Ein Satz, der am Dienstag auf dem Domplatz in Münster mächtig Wellen geschlagen hat.1
Sechs Schulen aus Münster haben den Internationalen Tag der Demokratie genutzt, um ein echtes Fest auf die Beine zu stellen – und das mit ordentlich Power. Laut Polizei sind rund 3.500 Kinder und Jugendliche dem Aufruf gefolgt, bei bestem Wetter auf dem Domplatz zu feiern. Mit dabei waren unter anderem die Mathilde-Anneke-Gesamtschule, die Gesamtschule Münster-Mitte und das Schillergymnasium.1
Leonie ist nicht allein mit ihrem Engagement. Das gesamte Orgateam des Demokratiefestes macht sich Sorgen über das, was sie als Rechtsruck in Deutschland wahrnehmen. Die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt – wo die AfD 43,8 Prozent der Stimmen holte – haben alle nochmal bestärkt: Demokratie ist schützenswert, und das wollen sie laut und deutlich sagen.1
Was viele vielleicht nicht wissen: So ein Fest zu organisieren ist alles andere als easy. Die Schülerinnen und Schüler mussten sich um eine offizielle Genehmigung kümmern, ein Müll- und ein Sanitätskonzept ausarbeiten und für Ordner sorgen. Klingt nach trockenem Papierkram – ist aber eigentlich gelebte Demokratie in Reinform. Denn zur Demokratie gehört eben auch, Verantwortung zu übernehmen.1
Und das haben die Jugendlichen richtig gut hingekriegt. Statt nur online zu posten oder zu kommentieren, haben sie angepackt und etwas auf die Beine gestellt, das zählt. Respect!
Das Demokratiefest auf dem Domplatz in Münster zeigt: Junge Menschen in NRW schauen nicht weg. Sie organisieren, sie reden, sie feiern – und sie machen klar, dass ihnen Freiheit, Vielfalt und Zusammenhalt richtig wichtig sind. Leonies Geschichte steht dabei stellvertretend für viele: Demokratie ist kein abstraktes Konzept aus dem Schulbuch, sondern etwas, das im echten Leben zählt – für echte Menschen, echte Freundschaften und echte Schicksale.1
Wenn 3.500 Jugendliche gemeinsam auf einem Platz stehen und für ihre Werte eintreten, dann ist das ein Statement. Und genau solche Momente machen Hoffnung. Bleibt laut, bleibt engagiert – hier bei Antenne NRW bleiben wir für euch dran, wenn es um das geht, was NRW bewegt.
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