Drei Personen in Lebensgefahr nach zwei schweren Verkehrsunfällen in Iserlohn – die Feuerwehr erlebte eine dramatische Nacht mit mehreren Großeinsätzen.
Drei Personen in Lebensgefahr, zwei weitere schwer verletzt – das ist die erschreckende Bilanz einer einzigen Dienstschicht der Feuerwehr Iserlohn. Gleich zwei schwere Verkehrsunfälle und ein Betriebsunfall forderten die Einsatzkräfte am gestrigen Tag und in der Nacht bis an ihre Grenzen.1
Der erste Einsatz rief die Feuerwehr gegen 16 Uhr auf die Baarstraße. Dort war es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei PKW gekommen: Ein 84-jähriger Fahrer eines Audis kollidierte im Gegenverkehr mit einem Mitsubishi, dessen 62-jährige Fahrerin am Steuer saß – und rammte dabei noch einen parkenden Wagen.1
Beide Beteiligten konnten die Fahrzeuge zwar selbstständig verlassen, doch die Verletzungen hatten es in sich. Während der Audi-Fahrer mit einem Rettungswagen in ein Hemeraner Krankenhaus transportiert wurde, musste die Fahrerin des Mitsubishi vor Ort umfassend notärztlich versorgt werden. Wegen ihrer lebensgefährlichen Verletzungen flog sie der Rettungshubschrauber „Christoph 8″ in eine Unfallklinik nach Dortmund. Die initial mitalarmierte Löschgruppe Bremke sicherte für den rund 90-minütigen Einsatz den Grundschutz.1
Kaum hatte sich die Lage etwas beruhigt, folgte der nächste Alarm: Um 20:30 Uhr wurde der Rüstzug der Berufsfeuerwehr gemeinsam mit der Löschgruppe Hennen auf die Alte Poststraße gerufen. Dort war ein VW Golf abseits der Fahrbahn gegen einen Baum geprallt.1
Der Fahrer war bei Eintreffen der Einsatzkräfte bewusstlos im Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr musste ihn unter Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät so schnell wie möglich befreien. Anschließend wurde auch er mit einem Rettungshubschrauber – diesmal „Christoph Dortmund“ – in eine Spezialklinik nach Bochum geflogen.1
Sein Beifahrer konnte den PKW zwar selbstständig verlassen, war aber ebenfalls lebensgefährlich verletzt. Er wurde mit Rettungswagen und Notarzt in ein Lünener Krankenhaus transportiert. Der Großteil der Einsatzkräfte war rund zwei Stunden im Einsatz. Die Feuerwache wurde währenddessen durch die Löschgruppen Bremke und Letmathe sowie die Sondereinheit Funk besetzt. Ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr unterstützte danach die Polizei noch bis etwa 2 Uhr – unter anderem mit Ausleuchtungsmaßnahmen an der Unfallstelle.1
Als wäre das noch nicht genug, folgte im weiteren Verlauf der Nacht ein Betriebsunfall in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb in Kalthof: Ein knapp 60-jähriger Mann erlitt dabei schwere Verbrennungen im Gesicht und an den Händen. Auch er wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Dortmund transportiert.1
Was die Feuerwehr Iserlohn und alle beteiligten Rettungskräfte in dieser einen Schicht geleistet haben, verdient echten Respekt. Drei Lebensgefährlich-Verletzte, mehrere parallele Einsätze, Nachtschicht bis in die frühen Morgenstunden – das ist alles andere als selbstverständlich. Bleibt zu hoffen, dass alle Verletzten die beste medizinische Versorgung erhalten und sich erholen können.1
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