In Gelsenkirchen bedrohte ein Mann eine Polizeibeamtin mit einer Waffe – sie schoss. Die Waffe des 38-Jährigen war eine Schreckschusspistole. Er überlebte.
In der Nacht auf Sonntag, den 20. September 2026, ist es in Gelsenkirchen zu einem gefährlichen Polizeieinsatz gekommen, bei dem eine Beamtin ihre Dienstwaffe einsetzen musste. Ein Mann wurde dabei verletzt – Lebensgefahr besteht laut Polizei aber nicht.1
Gegen 0:30 Uhr gingen bei der Polizei Notrufe ein: Zeugen meldeten, dass ein ihnen unbekannter Mann auf der Weststraße in Gelsenkirchen mit einer Schusswaffe in der Hand auf sie zugekommen sei und sie damit bedroht hatte.1 Die Beamtinnen und Beamten machten sich sofort auf den Weg – und konnten den Verdächtigen an der Haltestelle Manfredstraße stellen.1
Dort eskalierte die Situation: Der Mann bedrohte eine Polizeibeamtin direkt mit der Waffe. Sie setzte ihre Dienstwaffe ein und traf ihn durch einen Schuss in den Unterschenkel.1 Der 38-jährige deutsche Staatsbürger aus Gelsenkirchen wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht – sein Zustand ist stabil, Lebensgefahr besteht nicht.1
Bei der Waffe des Mannes stellte sich im Nachhinein heraus: Es handelte sich um eine Schreckschusspistole – also keine echte Schusswaffe.1 Für die eingesetzten Beamtinnen und Beamten war das in der Situation jedoch nicht erkennbar. Die Bedrohungslage war real – und die Reaktion der Polizeibeamtin entsprechend nachvollziehbar.
Weil bei solchen Einsätzen Neutralität oberstes Gebot ist, hat die Polizei Krefeld die Ermittlungen zum genauen Hergang des Einsatzes übernommen.1 Das ist in NRW gängige Praxis: Wenn eine Polizeibehörde in einen Vorfall verwickelt ist, ermittelt eine andere, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Weitere Details zum Ablauf können zum aktuellen Stand der Ermittlungen noch nicht genannt werden.1
Dieser Vorfall zeigt wieder einmal, wie gefährlich der Alltag für Polizeibeamtinnen und -beamten sein kann – selbst wenn sich hinterher herausstellt, dass die Waffe des Gegenübers „nur“ eine Schreckschusspistole war. In der Dunkelheit, unter Druck und in Sekundenbruchteilen die richtige Entscheidung zu treffen: Das ist der Job, den sie täglich machen. Bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen schnell Klarheit bringen und alle Beteiligten das Erlebte gut verarbeiten können.
Warum hat die Polizei auf den Mann geschossen?
Der 38-Jährige bedrohte eine Polizeibeamtin direkt mit einer Waffe. Sie setzte daraufhin ihre Dienstwaffe ein und traf ihn am Unterschenkel. Dass es sich bei der Waffe des Mannes um eine Schreckschusspistole handelte, war in der Situation nicht erkennbar.1
Ist der verletzte Mann gestorben?
Nein. Der 38-jährige Gelsenkirchener wurde durch den Schuss in den Unterschenkel verletzt und kam ins Krankenhaus. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht.1
Warum ermittelt die Polizei Krefeld und nicht die Polizei Gelsenkirchen?
Wenn Polizistinnen oder Polizisten in einen Vorfall verwickelt sind, übernimmt aus Neutralitätsgründen eine andere Behörde die Ermittlungen. In diesem Fall hat die Polizei Krefeld diese Aufgabe übernommen.1
Was genau war die Waffe des Mannes?
Bei der Waffe handelte es sich um eine Schreckschusspistole. Im Einsatz war das für die Beamtinnen und Beamten jedoch nicht erkennbar – die Bedrohungslage war aus ihrer Sicht real.1
Wo genau hat sich der Vorfall ereignet?
Der Vorfall begann auf der Weststraße in Gelsenkirchen, wo Zeugen den Mann mit der Waffe in der Hand beobachtet hatten. Gestellt wurde er an der Haltestelle Manfredstraße.1
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