Polizei kontrolliert am Sorpesee erneut Tempo und Lärm: 121 statt 50 km/h, defekte Auspuffanlagen und Fahrverbote – das sind die Konsequenzen für Raser.
Der Sorpesee ist bei Bikerinnen und Bikern mega beliebt – kein Wunder, die Strecke rund um die Promenade hat einfach was. Aber genau deshalb schaut die Polizei dort auch wieder ganz genau hin. Im Rahmen der laufenden Motorradsaison gab’s erneut eine Kontrolle, bei der es um zwei große Themen ging: zu schnelles Fahren und nerviger Lärm1.
Wichtig zu wissen: Es geht der Polizei dabei nicht darum, alle Motorradfahrer über einen Kamm zu scheren. Der Großteil hält sich nämlich total an die Regeln. Es geht vielmehr darum, die wenigen schwarzen Schafe rauszufiltern, die es mit Tempo und Technik übertreiben – und damit sowohl die eigene Sicherheit als auch die Nerven der Anwohner aufs Spiel setzen1.
Und genau das ist am Mittwoch auch wieder passiert. Gleich drei heftige Verstöße wurden bei der Kontrolle festgestellt. Der krasseste Fall: Ein Motorradfahrer wurde in Richtung Langscheid mit 121 km/h geblitzt – erlaubt waren gerade mal 50. Selbst nach Abzug der Toleranz war er noch mit 67 km/h zu schnell unterwegs1.
Die Konsequenzen für ihn sind happig: Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein mehrmonatiges Fahrverbot. Direktionsleiter Verkehr Victor Ocansey macht dabei klar, wie gefährlich sowas wirklich ist: „Es braucht nicht viel Phantasie, sich vorstellen zu können, was passieren kann, wenn man mit dieser Geschwindigkeit in einen Verkehrsunfall involviert wird. Der Tod mindestens einer Person ist leider sehr wahrscheinlich“1.
Neben dem Tempo hatten es die Beamten auch auf die Technik der Maschinen abgesehen – und wurden fündig. Bei einem Motorrad waren die serienmäßigen Drosseln entfernt und eine nicht zulässige Auspuffanlage verbaut. Das Ergebnis: deutlich mehr Leistung als erlaubt und ordentlich Krach. Die Betriebserlaubnis war damit futsch, die Weiterfahrt wurde untersagt und es gab eine Anzeige1.
Wie laut Motorräder eigentlich werden können, macht Ocansey nochmal richtig deutlich: „Je nach Bauart und Betriebszustand können selbst technisch unveränderte und ordnungsgemäß zugelassene Motorräder Geräuschpegel erreichen, die in ihrer Größenordnung mit denen einer Kreissäge vergleichbar sind.“ Für Anwohner an stark befahrenen Strecken kann das richtig nervig werden1.
Bei einem weiteren Motorrad entdeckten die Beamten ebenfalls eine unzulässige Auspuffanlage – dazu kamen noch viel zu kleine Rückspiegel und ein offener Kupplungskorb. Auch hier war Schluss mit der Weiterfahrt, die Betriebserlaubnis erlosch und es gab eine Anzeige1.
Die Kontrollen an der Promenade und anderen Hotspots sind also kein Zufall, sondern bewusste Strategie. „Gerade dort, wo viele Menschen unterwegs sind, müssen sich alle Verkehrsteilnehmenden an die Regeln halten“, betont der Verkehrschef1.
Und das war noch nicht das letzte Mal in dieser Saison: Zum Saisonende sind weitere Kontrollen am Sorpesee geplant. Der Appell der Polizei ist klar: Haltet euch an die erlaubte Geschwindigkeit, vermeidet unnötigen Lärm – für die Anwohner und die Natur – und checkt, ob eure Maschine wirklich vorschriftsmäßig ausgestattet ist1. Wer am Sorpesee unterwegs ist, sollte also lieber einen Gang runterschalten, statt am Ende mit Bußgeld und Fahrverbot dazustehen.
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