September-Bilanz der Feuerwehr Gangelt: 14 Einsätze, eine einsturzgefährdete Ruine und ein tödlicher Unfall auf der B56n fordern die Ehrenamtlichen heraus.
Wenn du denkst, bei der Feuerwehr ist nicht viel los, dann schau dir mal an, was die Kameradinnen und Kameraden aus Gangelt im September 2026 gestemmt haben. 14 Einsätze im Gemeindegebiet und bei der Löschhilfe in der Nachbarschaft – das ist ordentlich was los gewesen. Und zum Ende des Monats wurde es leider auch richtig tragisch.1
Los ging’s gleich dicke: In Hastenrath drohte eine Brandruine einzustürzen, was einen großen Einsatz des THW nach sich zog. Die Folgen sind laut Feuerwehr bis heute spürbar – der Festumzug des Dekanatsschützenfestes musste kurzfristig umgeleitet werden und die Ortsdurchfahrt Richtung Selfkant war komplett dicht. Mittlerweile läuft der Abbau der Ruine, die Straße bleibt aber weiterhin gesperrt.1
Dazu kamen im Laufe des Monats zwei Ölspuren, ausgelaufenes Heizöl in Birgden und zwei ausgelöste Brandmeldeanlagen. Am 14. September musste ein brennendes Gartenhaus in Stahe gelöscht werden, und einen Tag später standen gleich mehrere Autos am Wildpark in Mindergangelt in Flammen. Am 27. September brannte außerdem die Vegetation an den Gleisen der historischen Selfkantbahn in Birgden auf rund 20 Quadratmetern.1
Die Feuerwehr Gangelt war im September nicht nur vor der eigenen Haustür gefragt. Überörtlich unterstützten die Einsatzkräfte ihre Kollegen aus Heinsberg bei einem Unfall in Hülhoven, halfen in Brunssum (Niederlande) beim Brand einer Kompostieranlage und waren im Selfkant beim Brand eines Chalets in Wehr dabei.1
Leider blieb es nicht bei Sachschäden. Am 25. September verletzte sich ein Motorradfahrer bei einem Unfall in Gangelt leicht. Deutlich schwerer wiegt der Einsatz am 30. September: Auf der B56n kam es zu einem tödlichen Verkehrsunfall, bei dem ein 38-jähriger Pkw-Fahrer sein Leben verlor. Ein 50-jähriger Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt.1
Neben all den Einsätzen stand auch Weiterbildung auf dem Programm. Auf dem Gelände des Bauhofs in Gangelt fand der Speziallehrgang Technische Hilfeleistung statt, und im Feuerwehrgerätehaus Birgden wurde die Sprechfunkerausbildung abgehalten. Gefeiert wurde ebenfalls: beim Jahrestreffen der Feuerwehr Gangelt in der Turnhalle Birgden und beim Tag der Feuerwehr in Langbroich.1
Was bei der ganzen Aufzählung schnell untergeht: All das passiert komplett ehrenamtlich. Die Einsatzzahlen im Gemeindegebiet zeigen laut Feuerwehr weiterhin eine steigende Tendenz – trotzdem stellen die Kameradinnen und Kameraden den Brand- und Katastrophenschutz an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr sicher. Die Feuerwehr Gangelt bedankt sich ausdrücklich bei allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Partnern für die Unterstützung bei den teils stark belastenden Einsätzen des vergangenen Monats.1
Ein Monat wie dieser zeigt mal wieder: Ohne die Ehrenamtlichen bei der Feuerwehr würde in Gangelt und Umgebung so einiges anders laufen. Respekt an alle, die hier rund um die Uhr für unsere Sicherheit sorgen.
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