Mit 1,8 Promille auf dem Rad: Ein 65-Jähriger sorgte in Troisdorf-Spich für Beinahe-Unfälle und einen Polizeieinsatz. Ihm drohen jetzt mehrere Strafanzeigen.
Was für ein Dienstagabend in Troisdorf-Spich! Ein 65-jähriger Niederkasseler hat am 15. September für einen Polizeieinsatz gesorgt, der so einiges zu bieten hatte: Beinahe-Unfälle, Beleidigungen, Tierabwehrspray und jede Menge Ärger. Kurz gesagt: Die Nacht lief ganz anders als geplant.1
Gegen 21:15 Uhr verließ der 65-Jährige ein Restaurant an der Langbaurghstraße und wollte sich auf den Heimweg machen – auf dem Fahrrad. Klingt erstmal harmlos, war es aber nicht. Der Mann fuhr, ohne auf den Verkehr zu achten, auf einen Geh- und Radweg. Ein E-Scooter-Fahrer konnte nur durch blitzschnelles Ausweichen eine Kollision verhindern.1
Damit war der Abend aber noch lange nicht vorbei: Der Radfahrer bog anschließend auf die Fahrbahn ab – und auch dort kam es fast zum Zusammenstoß. Ein Motorradfahrer, der aus Richtung Niederkasseler Straße kam, wich in letzter Sekunde aus. Danach setzte der Kraftradfahrer seine Fahrt fort, während der 65-Jährige in einen Grünstreifen stürzte und sich dabei leichte Verletzungen zuzog.1
Der E-Scooter-Fahrer und ein weiterer Zeuge eilten dem gestürzten Mann zur Hilfe – und bemerkten sofort: Der riecht deutlich nach Alkohol. Als die beiden ihn an der Weiterfahrt hindern wollten, kippte die Stimmung. Der Niederkasseler soll die Männer beleidigt, einen von ihnen gegen den Arm geschlagen und sie mit einem Tierabwehrspray bedroht haben. Krass, oder?1
Die hinzugerufene Polizei hatte es ebenfalls nicht leicht. Auch die Beamten nahmen deutlichen Alkoholgeruch wahr und stellten fest, dass sich der Mann kaum auf den Beinen halten konnte. Ein freiwilliger Atemalkoholtest brachte es ans Licht: rund 1,8 Promille.1
Als die Polizisten den 65-Jährigen für eine Blutprobenentnahme zur Wache bringen wollten, leistete er Widerstand und beleidigte die Uniformierten. Keine besonders gute Idee, wenn man bedenkt, was danach auf ihn zukommt.1
Den Niederkasseler erwarten nun gleich mehrere Strafanzeigen auf einmal:1
Diese Geschichte zeigt mal wieder deutlich: Auch auf dem Fahrrad gilt – wer getrunken hat, lässt das Rad stehen. Mit 1,8 Promille auf dem Rad gefährdest du nicht nur dich selbst, sondern auch alle anderen im Straßenverkehr. Im schlimmsten Fall endet das nicht nur mit einem Sturz in den Grünstreifen, sondern mit schwerwiegenden Konsequenzen für alle Beteiligten. Also: Taxi, Bus oder zu Fuß – aber bitte nicht betrunken aufs Rad!1
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!