Illegales Autorennen auf der A43: Ein 33-Jähriger raste mit bis zu 245 km/h statt erlaubter 120. Polizei zog Auto, Handy und Führerschein ein.
Manche Leute checken’s einfach nicht: Autobahn heißt nicht Rennstrecke. Das musste jetzt auch ein 33-jähriger Mann aus Recklinghausen feststellen, dem die Polizei Münster nach einem Zeugenhinweis auf die Schliche gekommen ist.1 Der Vorwurf: verbotene Kfz-Rennen auf der A43 zwischen der Anschlussstelle Marl-Sinsen und dem Autobahnkreuz Recklinghausen – und das gleich zweimal.1
Ein Zeugenhinweis hat den Stein ins Rollen gebracht. Die Beamten konnten den 33-Jährigen ermitteln und hatten schnell genug in der Hand, um beim Amtsgericht Bochum eine Durchsuchung zu beantragen.1 Am Montag der vergangenen Woche, dem 26. Oktober, war es dann soweit: Um 12:20 Uhr rückten Unterstützungskräfte der Polizei Recklinghausen an und durchsuchten die Wohnung des Beschuldigten.1
Dabei blieb’s aber nicht nur bei der Wohnungsdurchsuchung. Die Beamten haben direkt klar Schiff gemacht:
Klingt nach einem richtig unangenehmen Montagmittag für den Tatverdächtigen.1
Und jetzt kommt der Hammer: Laut aktuellem Kenntnisstand der Polizei ist der Mann bei einem der Rennen in der Spitze 245 km/h gefahren – erlaubt waren auf diesem Streckenabschnitt gerade mal 120 km/h.1 Also mehr als doppelt so schnell wie es sein dürfte. Aber nicht nur kurz aufs Gas gedrückt, nein: Die Durchschnittsgeschwindigkeit während dieses Rennens lag bei satten 217 km/h.1 Das sind 103 km/h mehr als erlaubt – über die komplette Strecke hinweg. Das ist schon heftig und zeigt, dass es hier wirklich nicht um einen kleinen Ausrutscher ging, sondern um ein ernsthaftes Rennen.
Der 33-Jährige muss sich jetzt auf ein Strafverfahren wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens einstellen.1 Und das ist alles andere als eine Bagatelle – seit einigen Jahren gelten illegale Autorennen in Deutschland als eigener Straftatbestand, und die Konsequenzen können richtig unangenehm werden. Führerschein weg, Auto weg, Strafverfahren am Hals – das nennt man wohl ein teures Vergnügen.
Illegale Rennen auf der Autobahn sind keine coole Mutprobe, sondern eine echte Gefahr für alle, die gerade unterwegs sind. Bei Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h bleibt im Ernstfall keine Zeit zum Reagieren – weder für den Raser selbst noch für andere Autofahrer, die einfach nur sicher von A nach B kommen wollen. Der Fall von der A43 zeigt aber auch: Zeugenhinweise wirken. Die Polizei konnte dank aufmerksamer Mitmenschen ermitteln und handeln, bevor noch mehr passiert ist.
Also, liebe Leute: Lasst den Rennfahrer-Ehrgeiz lieber auf der Kartbahn aus. Die Autobahn ist dafür definitiv der falsche Ort – und wie man sieht, hat die Polizei ein wachsames Auge darauf.
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