Ein 85-Jähriger fuhr mit knapp über 3 Promille von Breckerfeld nach Hagen – mutige Passanten verhinderten die Weiterfahrt und nahmen ihm den Autoschlüssel ab.
Was sich am Mittwochnachmittag (02.09.2026) in Hagen abgespielt hat, klingt kaum vorstellbar – und ist trotzdem passiert. Ein 85-jähriger Mann aus Breckerfeld ist alkoholisiert mit seinem Mercedes nach Hagen gefahren. Und das mit einem Atemalkoholwert von knapp über 3 Promille. Dass die Geschichte glimpflich ausging, ist einzig und allein mutigen Passanten zu verdanken.1
Gegen 14:00 Uhr fiel der Senior Kunden eines Hagener Supermarktes auf – er saß neben seinem Auto und wirkte hilflos. Die aufmerksamen Passanten näherten sich dem Mann, halfen ihm auf die Beine und bemerkten dabei sofort: Hier stimmt was nicht. Der Alkoholgeruch war nicht zu übersehen, und im Fahrzeug lagen mehrere Likörflaschen.1
Dann wurde die Situation noch brenzliger: Plötzlich setzte sich der 85-Jährige auf den Fahrersitz und wollte den Parkplatz verlassen. Die Kunden handelten schnell – sie hielten das Auto an und nahmen dem Senior kurzerhand den Autoschlüssel ab. Ein echter Zivil-Heldinnen-Moment.1
Als die Polizei eintraf, räumte der Senior ein, bereits alkoholisiert von Breckerfeld nach Hagen gefahren zu sein. Das Erschreckendste daran: Die Likörflaschen im Auto soll er nach eigenen Angaben während der Fahrt geleert haben. Der freiwillige Atemalkoholvortest bestätigte dann, was alle schon ahnten – knapp über 3 Promille.1
Die Einsatzkräfte ließen dem Mann zwei Blutproben durch einen Arzt entnehmen, beschlagnahmten seinen Führerschein und leiteten ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein. Den Mercedes ließ der Senior auf eigenen Wunsch abschleppen.1
Dieser Fall zeigt mal wieder, wie wichtig es ist, genau hinzuschauen und im Zweifelsfall einzugreifen. Die Supermarktkunden haben mit ihrem beherzten Eingreifen möglicherweise einen schweren Unfall verhindert – und damit nicht nur das Leben des Seniors, sondern auch das anderer Verkehrsteilnehmer geschützt. Respekt an alle, die in dieser Situation so cool geblieben sind und das Richtige getan haben.1
Der Fall erinnert uns alle daran: Trunkenheit am Steuer ist kein Kavaliersdelikt – egal wie alt man ist und egal wie kurz die Strecke erscheint. Wer solche Situationen im Straßenverkehr beobachtet, sollte nicht wegschauen, sondern handeln – genau wie die mutigen Passanten in Hagen.1
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