Am Dortmunder Hauptbahnhof griff eine 14-Jährige Bundespolizisten an und biss einen Beamten in den Unterarm. Jetzt läuft ein Ermittlungsverfahren gegen sie.
Am 5. September kam es am Hauptbahnhof in Dortmund zu einem heftigen Vorfall: Eine 14-jährige deutsche Staatsangehörige griff Einsatzkräfte der Bundespolizei an – ohne erkennbaren Grund. Was als verbale Beleidigung begann, eskalierte schnell zu körperlicher Gewalt gegen die Beamtinnen und Beamten.1
Gegen 17:45 Uhr beleidigte die Jugendliche die Polizistinnen und Polizisten im Hauptbahnhof grundlos. Da ihr aggressives Verhalten eine Identitätsfeststellung vor Ort unmöglich machte, sollte sie mit zur Dienststelle genommen werden – doch damit war die 14-Jährige überhaupt nicht einverstanden.1
Was dann folgte, war massiver Widerstand: Die Jugendliche biss einem Beamten in den Unterarm. Die Einsatzkräfte mussten sie daraufhin zu Boden bringen und fesseln. Auch danach ließ sie nicht locker und trat einem weiteren Polizisten gegen das Bein. Beide Beamten blieben nach dem Vorfall dienstfähig.1
Auf der Dienststelle konnten die Bundespolizisten dann die Personalien der Jugendlichen feststellen. Die 14-Jährige hält sich laut Polizeiangaben in einer entsprechenden Unterkunft auf. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Jugendamt wurde sie wieder entlassen.1
Für die junge Frau hat der Ausraster aber rechtliche Konsequenzen: Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen Beleidigung gegen sie ein.1
Solche Vorfälle machen deutlich, womit Einsatzkräfte im Alltag konfrontiert werden – auch von sehr jungen Menschen. Angriffe auf Vollstreckungsbeamte sind in Deutschland eine Straftat und werden entsprechend verfolgt. Auch das Alter schützt nicht vor einem Ermittlungsverfahren, wie dieser Fall am Dortmunder Hauptbahnhof zeigt.1
Bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen und die Einbindung des Jugendamts dazu beitragen, dass die 14-Jährige die nötige Unterstützung bekommt – und solche Eskalationen in Zukunft ausbleiben.
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