Neue Details zum Böllerwurf in Gelsenkirchen-Buer: Jetzt besteht Verdacht auf Sprengstoffexplosion – Staatsschutz ermittelt im Fall der AfD-Abgeordneten…
Wir haben bereits in einem früheren Beitrag über den Vorfall in Gelsenkirchen-Buer berichtet: In der Nacht zum 28. Juli 2026 tauchten drei maskierte Personen auf E-Scootern vor dem Privathaus der AfD-Landtagsabgeordneten Enxhi Seli-Zacharias auf und warfen gezielt Böller in Richtung ihres Autos.2 Jetzt gibt es neue Details zu den Ermittlungen – und die haben es in sich.
Was zunächst wie ein Böller-Angriff wirkte, hat inzwischen eine ganz neue Dimension bekommen. Nach Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft besteht laut Polizei der Anfangsverdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.1 Klingt krass – und das ist es auch. Am Tatort wurden Überreste pyrotechnischer Gegenstände gefunden und gesichert. Art und Herkunft dieser Gegenstände werden nun ermittelt.1
Auch der Staatsschutz ist eingeschaltet – das passiert immer dann, wenn mögliche politisch motivierte Straftaten im Raum stehen.1 Nach ersten Erkenntnissen gab es weder Verletzte noch Sachbeschädigungen. Die Suche nach den drei mutmaßlichen Tätern läuft weiterhin auf Hochtouren.2
Ein Nachbar hat den Vorfall auf seiner Überwachungskamera festgehalten. Darauf sollen laut Polizei Detonationen von Böllern zu sehen und zu hören sein – außerdem ist zu erkennen, wie mehrere Personen auf E-Scootern die Flucht ergreifen.1 Die Politikerin selbst hatte die Polizei gerufen, weil sie die lauten Knallgeräusche wahrgenommen hatte. Auch Nachbarn bestätigten diese gegenüber den Beamten.1
Die 32-jährige Abgeordnete ist sich sicher: „Das war viel lauter als ein normaler Böller“, sagte sie im WDR-Interview.1 Was genau den Knall verursacht hat, konnte sie allerdings nicht sagen. Sie erklärte außerdem, dass es nicht das erste Mal sei, dass ihr Privathaus nachts aufgesucht werde. Seit einiger Zeit kämen immer wieder Menschen vorbei, um ihren Unmut zu äußern. Seli-Zacharias vermutet dahinter Anfeindungen aus dem links-extremistischen Lager.1
Enxhi Seli-Zacharias war in den vergangenen Wochen bereits in die Schlagzeilen geraten. Hintergrund war eine Aktion der AfD Gelsenkirchen, bei der Migranten gefilmt wurden, wie sie putzten. „Diese Menschen müssen unsere Stadt verlassen“, rief die Politikerin bei den Aufnahmen in die Kamera – das Video postete sie anschließend auf ihrem Instagram-Kanal.1 Nach der Veröffentlichung wurde der Gelsenkirchener AfD-Politiker Norbert Emmerich als zweiter Bürgermeister abgewählt.1
Die Polizei Gelsenkirchen bittet weiterhin alle, die in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben – insbesondere rund um Personen auf E-Scootern – sich zu melden.2 Die Ermittlungen laufen, und das Ergebnis der pyrotechnischen Auswertung könnte den Fall noch einmal komplett neu aufstellen. Wir halten euch auf antenne.nrw auf dem Laufenden.
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