Dortmunds Polizei zieht Bilanz: Über 35 Strafanzeigen, Festnahmen und 250 Bürgergespräche bei der Kontrollwoche im Rahmen der Präsenzkonzeption Fokus.
Von Pumpkin-Spice bis Kuscheldecke – während der Herbst in NRW Einzug hält, bleibt die Dortmunder Polizei weiter hart am Ball. Vom 8. bis 14. Oktober liefen erneut groß angelegte Präsenz- und Kontrollmaßnahmen im Rahmen der Präsenzkonzeption „Fokus“. Ziel: Straßen- und Gewaltkriminalität in Innenstadt, Nordstadt und weiteren Stadtteilen eindämmen – und euer Sicherheitsgefühl stärken.1
Erst vor Kurzem hatten wir in einem früheren Beitrag über den brutalen Handtaschenraub in Dortmund-Marten berichtet, bei dem eine 18-Jährige am 8. Oktober attackiert wurde.2 Genau in diesem Zeitraum lief auch die aktuelle Kontrollwoche – ein Beleg dafür, wie wichtig die verstärkte Polizeipräsenz in Dortmund gerade jetzt ist.
Die Liste der Funde liest sich wie ein Krimi-Drehbuch: Am 8. Oktober schnappten Beamte einen mutmaßlichen Kokain-Dealer, der Widerstand leistete – dabei stellten sie auch ein gestohlenes Fahrrad sicher. Im Dietrich-Keuning-Park entdeckten Einsatzkräfte ein Cannabis-Versteck mit sechs Verkaufseinheiten. Und bei einer Verkehrskontrolle auf dem Wall traf die Polizei auf eine Person mit gleich zwei offenen Haftbefehlen, die vor Ort noch zahlen konnte, um einer Inhaftierung zu entgehen.1
Auch in Huckarde, Eving, Mengede und Lütgendortmund zeigte die Polizei Präsenz. An der Werner Straße wurden sieben Personen kontrolliert, ein 19-Jähriger leistete Widerstand, ein 26-Jähriger wurde aufgrund eines Untersuchungshaftbefehls festgenommen. In Bövinghausen stellten die Beamten vermutliches Amphetamin sicher, in Eving einen E-Scooter ohne Versicherungskennzeichen.1
Am Samstag ging’s Schlag auf Schlag: 158 Personenkontrollen und mehrere Platzverweise standen zu Buche. Bei einer Schlägerei in einer Diskothek an der Hansastraße entdeckten Beamte eine Person mit offenem Haftbefehl – der Betrag wurde direkt gezahlt. Zusätzlich wurde ein Reizstoffsprühgerät sichergestellt.1
Am Montag folgte ein kurioser Fund: Ein 48-Jähriger ohne festen Wohnsitz hatte Beruhigungsmittel-Tabletten, Bargeld und ein neuwertiges Paar Turnschuhe mit Preisetikett dabei – eine plausible Herkunft für das Geld konnte er nicht nennen. Klingt fast wie „Wie ist das in meinen Warenkorb gekommen?“, nur mit deutlich ernsteren Konsequenzen: Die Polizei leitete Verfahren wegen Hehlerei und Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz ein.1
Am Hoher Wall erwischten die Beamten einen 29-Jährigen trotz bestehendem Messertrageverbot mit Multifunktionswerkzeug, Messer, Pfefferspray und zwei Handys – eines davon als gestohlen gemeldet. Alles wurde sichergestellt, mehrere Strafverfahren eingeleitet.1
Bei einer Fahrzeugkontrolle an der Bornstraße/Ecke Bergstraße nahm die Polizei einen Beifahrer mit Abschiebehaftbefehl fest. An der Borsigstraße gab’s ein Verfahren wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis.1
Am Dienstag beobachteten Einsatzkräfte mutmaßlichen Drogenhandel und stellten Crack sowie Bargeld sicher. Bei einer weiteren Person fielen neue, hochwertige Schuhe auf – auch hier stand der Verdacht auf Hehlerei im Raum. Zusätzlich gab’s Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss sowie wegen eines ausgeschriebenen E-Scooter-Kennzeichens.1
Am Mittwoch wurde erneut ein E-Scooter-Fahrer auf dem Westenhellweg kontrolliert – Hinweise auf Drogenkonsum führten zur Blutprobe. Im Dietrich-Keuning-Park landete ein Mann mit offenem Haftbefehl, der nicht zahlen konnte, direkt in der Justizvollzugsanstalt.1
Zusammengerechnet sprachen die Einsatzkräfte seit dem 8. Oktober mehr als fünf Dutzend Platzverweise aus, fertigten über 35 Strafanzeigen und führten mehrere Festnahmen sowie über zehn Sicherstellungen durch. Im Kampf gegen Messergewalt wurden über 70 Personen kontrolliert, dazu kamen acht Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Besonders schön: Über 250 Bürgergespräche fanden statt – der direkte Draht zur Community bleibt also erhalten.1
Die Polizei Dortmund macht klar: Die Präsenzkonzeption „Fokus“ und die Bekämpfung der Straßen- und Gewaltkriminalität laufen weiter – auch in den kommenden Wochen und in weiteren Vororten. Für mehr Präsenz. Mehr Sicherheit.
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