Zwei Drohnen über dem Bundeswehr-Stützpunkt Mechernich in NRW gesichtet – die Euskirchener Polizei ermittelt. Alle Infos zum Vorfall jetzt bei Antenne NRW.
Achtung, das klingt wie aus einem Thriller – ist aber bittere Realität: Über dem Bundeswehr-Stützpunkt in Mechernich in Nordrhein-Westfalen sind in der Nacht zwei Drohnen gesichtet worden. Gegen 22:00 Uhr meldete die Sicherheitszentrale des Bundeswehrstandortes den Fund, wie eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr auf Anfrage bestätigte. Zuerst hatten die „Süddeutsche Zeitung“, „NDR“ und „WDR“ über den Vorfall berichtet.1
Sofort nach der Sichtung rückten Feldjäger aus und untersuchten den Vorfall vor Ort. Anschließend wurde der Fall an die Euskirchener Polizei übergeben, die nun die Ermittlungen übernommen hat. Eine offizielle Stellungnahme der Polizei stand zunächst noch aus.1
Konkrete Informationen darüber, wer hinter den Drohnen steckt oder woher sie kamen, gibt es bislang nicht. Die Ermittlungen laufen – und die Spannung bleibt.
Was die Sache noch brisanter macht: Der Vorfall in Mechernich reiht sich in eine beunruhigende Serie ein. Am späten Dienstagabend wurde am Flughafen Leipzig/Halle in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine Drohne entdeckt – und die hatte es in sich. Sie war mit Sprengstoff und einem Zünder bestückt. Ein Flughafenmitarbeiter brachte sie zum Absturz.1
Weil die Landebahn gesperrt werden musste, kam es zu einem weiteren gefährlichen Zwischenfall: Ein anfliegendes Frachtflugzeug musste durchstarten und kollidierte dabei mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt – möglicherweise einer zweiten Drohne. Die Bundesanwaltschaft hat in diesem Fall die Ermittlungen bereits an sich gezogen.1
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat den Vorfall in Leipzig als hybrides Anschlagsszenario eingestuft und macht hochprofessionelle Täter verantwortlich. Er schließt dabei „fremde Mächte“ als Drahtzieher ausdrücklich nicht aus – starker Tobak, der zeigt, wie ernst die Sicherheitsbehörden die aktuelle Lage nehmen.1
Für uns hier in NRW ist klar: Der Drohnen-Vorfall in Mechernich zeigt, dass Sicherheitsbedrohungen nicht nur abstrakt irgendwo weit weg passieren. Sie landen buchstäblich vor unserer Haustür – mitten in der Nacht, über einem Militärstützpunkt im eigenen Bundesland. Die Ermittlungen der Euskirchener Polizei laufen, und wir halten euch bei Antenne NRW auf dem Laufenden, sobald es neue Erkenntnisse gibt. Bleibt dran!
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