Einbruch in Euskirchen-Rheder: Unbekannte bauen komplette Elektroinstallation aus und stehlen Kupferkabel, Gasleitung wird beschädigt.
Krasser Fall von Diebstahl in Euskirchen-Rheder: Zwischen Mittwoch (14. Oktober) und Freitag (16. Oktober) sind Unbekannte in eine Halle eingestiegen und haben dort richtig ganze Arbeit geleistet.1 Statt nur ein paar Sachen mitgehen zu lassen, wurde die komplette Elektroinstallation ausgebaut – und zwar gezielt wegen der Kupferkabel.1
Bei der Aktion ging aber einiges schief: Eine Gasleitung wurde beschädigt, wodurch Gas austrat.1 Das sorgte direkt für einen Einsatz der Feuerwehr vor Ort.1 Zum Glück ist dabei niemand verletzt worden, aber der Schaden ist trotzdem happig: Die Polizei spricht von einem mittleren fünfstelligen Euro-Betrag.1 Kupferdiebstähle sind leider keine Seltenheit, weil das Material auf dem Schwarzmarkt nach wie vor gut Geld bringt – aber dass dabei gleich eine Gasleitung in Mitleidenschaft gezogen wird, zeigt, wie riskant und unkontrolliert solche Aktionen ablaufen.
Auf dem Gelände konnten zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren angetroffen werden.1 Die beiden gaben an, sich einfach nur für sogenannte „Lost Places“ zu interessieren – also verlassene Gebäude, die gerade bei jungen Leuten ziemlich angesagt sind.1 Mit dem eigentlichen Kabeldiebstahl hatten sie laut eigener Aussage nichts zu tun. Trotzdem hat’s für sie nicht ohne Konsequenzen geklappt: Es wurden Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs gefertigt.1 Wer also auf eigene Faust durch verlassene Hallen stromern will, sollte wissen: Auch ohne böse Absicht kann das rechtlich ganz schön nach hinten losgehen.
Der eigentliche Kupferdiebstahl ist bisher unaufgeklärt. Die Polizei Euskirchen sucht nach Zeugen, die in dem Zeitraum etwas Verdächtiges rund um die Halle in Rheder mitbekommen haben.1 Wer Hinweise geben kann, meldet sich am besten direkt unter der Telefonnummer 02251 799-0 oder schreibt eine E-Mail an poststelle.euskirchen@polizei.nrw.de.1
Ein Diebstahl, der ziemlich viel Schaden angerichtet hat – materiell wie auch durch die beschädigte Gasleitung. Und ein Beispiel dafür, dass sowohl Kriminelle als auch neugierige Lost-Places-Fans in solchen Objekten unterwegs sein können, auch wenn das rechtlich und sicherheitstechnisch alles andere als ungefährlich ist. Bleibt abzuwarten, ob die Polizei durch Zeugenhinweise noch an die eigentlichen Täter rankommt.
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