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Fake-SMS vom eigenen Kind: Bielefelderin verliert Geld an Betrüger
8. Oktober 2026

Betrüger geben sich als Sohn mit kaputtem Handy aus und erbeuten in Bielefeld mehrere tausend Euro.

Wenn plötzlich der „Sohn“ eine neue Nummer hat

Stellt euch vor, euer Handy piept und eine Nachricht von eurem Kind flattert rein: „Hey, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer.“ Klingt erstmal harmlos, oder? Genau darauf setzen Betrüger gerade wieder verstärkt – und eine Frau aus Bielefeld ist ihnen jetzt auf den Leim gegangen.1

Am Montag, den 05.10.2026, bekam eine 54-jährige Bielefelderin gegen 14:10 Uhr eine E-Mail und eine Handy-Nachricht. Der Absender gab sich als ihr Sohn aus und erklärte, sein Handy sei kaputt, deshalb habe er jetzt eine neue Nummer. Dann kam die Bitte, die wohl jeder Elternteil kennt: Er brauche dringend Geld – und zwar mehrere tausend Euro.1

Erste Überweisung scheitert, zweite klappt

Die Betrüger gaben der Frau eine Kontoverbindung durch. Die erste Sofortüberweisung ging allerdings schief. Kein Problem für die Täter: Sie schickten einfach eine andere Bankverbindung, und diesmal klappte die Überweisung. Erst als die Bielefelderin danach aufgefordert wurde, nochmal einen hohen Betrag auf das gleiche Konto zu überweisen, wurde sie stutzig und brach den Kontakt ab.1

Diese Masche nennt sich „Enkeltrick 2.0“ oder auch Messaging-Betrug und läuft meistens genau so ab: Die Täter geben sich als Familienmitglied aus, das angeblich eine neue Nummer hat, bauen emotionalen Druck auf und wollen schnell an euer Geld. Weil alles über Chat läuft, könnt ihr die Stimme eures vermeintlichen Kindes nicht hören – und genau das machen sich die Betrüger zunutze.1

So schützt ihr euch vor der Masche

Die Polizei Bielefeld gibt dazu einen klaren Tipp: Ruft einfach selbst die euch bekannte Nummer eures Angehörigen an, um zu checken, ob die Nachricht wirklich stimmt. Lasst euch nicht unter Druck setzen und überweist auf keinen Fall ungeprüft Geld.1

  • Bei einer neuen Nummer immer erst die alte, bekannte Nummer anrufen
  • Nicht sofort auf Zeitdruck reagieren – Betrüger wollen, dass ihr nicht nachdenkt
  • Bei Geldforderungen über Chat oder Mail grundsätzlich skeptisch sein
  • Im Zweifel die Familie informieren oder die Polizei kontaktieren

Diese Betrugsmasche trifft nicht nur Leute in Bielefeld – sie taucht immer wieder überall in NRW und darüber hinaus auf. Deshalb gilt: Sprecht auch mit euren Eltern oder Großeltern darüber, damit sie im Ernstfall nicht überrascht werden. Ein kurzer Anruf kann am Ende viel Ärger und vor allem viel Geld sparen.

Fazit

Der Fall aus Bielefeld zeigt mal wieder, wie dreist und gleichzeitig simpel diese Betrugsmasche funktioniert. Ein bisschen gesunder Menschenverstand und ein kurzer Kontrollanruf reichen schon aus, um nicht in die Falle zu tappen. Also: Nicht jeder, der behauptet, euer Kind zu sein, ist es auch wirklich – lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu viel überweisen.

Quellen

  1. POL-BI: Warnung vor Messaging-Betrug: Hallo, mein Handy ist kaputt!


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