Falsche Klempner haben in Münster einen 88-Jährigen um sein Bargeld gebracht. Die Polizei sucht Zeugen und warnt eindringlich vor Trickbetrügern an der Haustür.
Münster, wir müssen reden. Drei Trickbetrüger haben sich am Montagmorgen (26.10., 09:50 Uhr) als Klempner ausgegeben und sich so Zutritt zur Wohnung eines 88-Jährigen an der Schmalen Straße verschafft.1 Die Masche: Sie erzählten dem Senior, seine Wohnung müsse wegen eines Wasserrohrbruchs dringend überprüft werden.1
Der Münsteraner glaubte den Dreien und ließ sie rein – mit fatalen Folgen. Während die Betrüger angeblich nach dem Rohrbruch schauten, klauten sie unbemerkt Bargeld aus der Wohnung und verschwanden anschließend spurlos.1
Der Geschädigte konnte immerhin ein paar Details zu den Tätern liefern. Einer der Männer wird auf etwa 40 bis 45 Jahre geschätzt und hatte kurze Haare. Ein zweiter Täter trug eine komplette Monteurkluft, um seine Rolle als Handwerker glaubwürdiger zu machen.1 Ganz schön dreist, oder?
Jetzt ist die Polizei Münster auf der Suche nach Zeugen, die am Montagmorgen etwas Verdächtiges an der Schmalen Straße beobachtet haben. Wer Hinweise geben kann, soll sich unter der Rufnummer (0251) 275-0 melden.1
Die Polizei nutzt den Fall, um nochmal eindringlich zu warnen: Lasst grundsätzlich keine Unbekannten in eure Wohnung! Das gilt nicht nur für vermeintliche Klempner, sondern genauso für angebliche Polizeibeamte, andere Amtspersonen, Wasserwerker, Handwerker oder sogar Personen, die sich als medizinisches Fachpersonal ausgeben.1
Der Tipp der Beamten: Habt ihr auch nur den kleinsten Zweifel, ruft einfach bei der zuständigen Behörde, Institution oder Firma an und fragt nach, ob der Besuch wirklich echt ist. Im Verdachtsfall gilt: Sofort die 110 wählen.1 Besonders ältere Menschen sind leider häufig Ziel solcher Betrugsmaschen – deshalb lohnt es sich, auch im Familien- und Bekanntenkreis mal darüber zu sprechen, damit alle wachsam bleiben.
Der Fall aus Münster zeigt mal wieder: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ein kurzer Anruf zur Überprüfung kann im Zweifel vor einem bösen Erwachen bewahren. Wer also demnächst unangekündigten Besuch von angeblichen Handwerkern bekommt, sollte lieber einmal zu oft nachfragen als einmal zu wenig.
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