Falsche Polizisten erbeuten in Alsdorf fünfstelligen Betrag, in Herzogenrath scheitert ein Schockanruf.
Stellt euch vor, es klingelt und zwei Leute stehen vor der Tür, die behaupten, sie seien von der Kripo. Genau das ist am Mittwoch in Alsdorf passiert.1 Die Polizei Aachen warnt jetzt eindringlich vor einer fiesen Betrugsmasche, die gerade wieder in der StädteRegion Aachen ihr Unwesen treibt.1
In Alsdorf gaben sich zwei bislang unbekannte Täter als Kriminalpolizisten aus und erzählten einem älteren Mann, es habe vermehrt Einbrüche in der Gegend gegeben. Sie wollten angeblich nur mal eben Türen und Fenster checken. Im Gespräch verriet der Mann dann, dass er Geld zu Hause hat – und zeigte es den Betrügern sogar. Unter dem Vorwand, das Geld vor Einbrechern in Sicherheit zu bringen, schnappten sich die Täter die Kohle und waren weg. Die Beute: ein fünfstelliger Betrag.1
Parallel dazu lief in Herzogenrath eine andere, mindestens genauso fiese Masche. Ein Ehepaar bekam einen Anruf von angeblichen Polizeibeamten beziehungsweise einem Staatsanwalt. Die Geschichte: Der Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und komme nur gegen eine Kaution wieder frei. Gefordert wurde eine fast sechsstellige Summe.1
Zum Glück erreichte das Ehepaar während des Telefonats ihren echten Sohn – der die ganze Geschichte sofort verneinte. Die Betrüger legten daraufhin auf. Doch damit nicht genug: Wenige Stunden später meldeten sich die Tatverdächtigen erneut und setzten den Ehemann massiv unter Druck. Diesmal sollte angeblich ein bevorstehender Einbruch der Grund sein, Wertgegenstände „in Sicherheit“ zu bringen. Ein Tatverdächtiger tauchte sogar persönlich an der Wohnanschrift auf und drohte mit gewaltsamem Zutritt. Dank einer aufmerksamen Zeugin konnte das verhindert werden, das Paar informierte die Polizei.1
Die Polizei Aachen macht klar: Echte Polizeibeamte oder Staatsanwälte setzen niemanden am Telefon mit erfundenen Notlagen unter Druck, um an Geld oder Wertsachen zu kommen. Weder eine angebliche Einbruchserie noch ein vermeintlich schwerer Unfall rechtfertigen es, Geld an wildfremde Menschen rauszurücken.1
Klingt simpel, ist aber genau das, was im Ernstfall den Unterschied macht. Wer am Telefon Angst macht und gleichzeitig Geld fordert, verdient kein Vertrauen, sondern sofortiges Misstrauen.1
Die Fälle aus Alsdorf und Herzogenrath zeigen wieder mal, wie dreist und gleichzeitig durchdacht solche Betrüger vorgehen. Ob Einbruchswarnung oder Schockanruf wegen eines angeblichen Unfalls – die Masche bleibt am Ende immer dieselbe: Angst erzeugen, Druck aufbauen, Geld kassieren. Also: Redet mit euren Liebsten darüber, bleibt skeptisch bei unbekannten Anrufern und meldet euch im Zweifel direkt bei der echten Polizei. Das kann im Ernstfall bares Geld und jede Menge Ärger sparen.
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