Köln-Poll: Nach dem Laubenbrand in einer Schrebergartenanlage ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Ob Unfall oder Brandstiftung – das ist noch immer offen.
Ein Feuer in einer Kleingartenanlage beschäftigt jetzt die Staatsanwaltschaft Köln – und die Brandursache ist bis heute ungeklärt. Was genau am 29. Juli in der Schrebergartenkolonie am Poller Damm passiert ist, bleibt ein Rätsel. Die Laube einer Familie, die zu diesem Zeitpunkt im Urlaub war, brannte komplett nieder. Seitdem laufen die Ermittlungen auf Hochtouren – doch ein klares Ergebnis fehlt noch immer.1
Die größte Neuigkeit in diesem Fall: Die Kölner Staatsanwaltschaft ist inzwischen involviert. Wie ein Polizeisprecher am 17. August auf Nachfrage erklärte, „prüft und entscheidet sie, ob weitere Ermittlungen vorgenommen werden sollen“.1 Bis dahin wird noch in alle Richtungen ermittelt – ob technischer Defekt, fahrlässige oder sogar vorsätzliche Brandstiftung, nichts davon kann bislang ausgeschlossen werden.
Das ist natürlich ein deutlich ernsteres Szenario als beim Böschungsbrand in Werne-Holthausen, über den wir euch bereits berichtet haben. Dort hatte die Feuerwehr zwar ebenfalls schnell handeln müssen – aber eine Straftat stand damals nicht im Raum.2
Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte am 29. Juli gegen 13.20 Uhr. Insgesamt 19 Kräfte rückten aus und konnten den Brand gegen 14.30 Uhr unter Kontrolle bringen. Laut Feuerwehrsprecher Laschet wässerten die Einsatzkräfte auch angrenzende Vegetation, um möglichen Funkenflug zu verhindern.1
Ein Augenzeuge – Leserreporter Alexander C. (44) – berichtete, dass sein Vater den Rauch bemerkte, als er in die Kleingartenanlage fuhr. Sein Vater erkannte sofort, dass es kein normaler Grillrauch war, und rief umgehend die Feuerwehr.1
Für Aufregung sorgte ein Zeuge, der beobachtet haben will, wie ein unbekannter Mann vom betroffenen Garten in eine Nachbarparzelle flüchtete. Die Polizei traf tatsächlich eine Person in der Anlage an, kontrollierte sie und erteilte ihr einen Platzverweis. Eine Polizeisprecherin stellte aber klar: Ein dringender Tatverdacht besteht gegen die Person nicht.1
Leserreporter Alexander C. richtet einen klaren Appell an alle Kleingärtnerinnen und Kleingärtner: „Ich appelliere, wachsam zu sein, wenn sich Fremde in der Kleingartensiedlung aufhalten.“1 Und das gilt nicht nur in Köln-Poll.
Generell ist Vorsicht in der aktuellen Trockenheit oberstes Gebot. Was die Feuerwehr in Werne-Holthausen schon betont hatte, gilt nach wie vor: Keine Zigaretten achtlos wegwerfen, kein offenes Feuer in der Natur entfachen und Grills niemals unbeaufsichtigt lassen.2 Denn die Vegetation ist vielerorts in NRW noch immer trocken genug, damit sich ein kleiner Funke schnell zu einem großen Problem entwickeln kann.
Die Staatsanwaltschaft Köln hat das Wort. Ob weitere Ermittlungsschritte folgen und ob der Brandfall am Poller Damm letztlich als Unfall oder als Straftat eingestuft wird, bleibt abzuwarten. Wir halten euch auf dem Laufenden – versprochen.1
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