Großbrand bei Müllverwerter in Iserlohn: Stadtalarm, brennende Müllberge und eine stundenlange Löschaktion mit Unterstützung aus mehreren Städten.
Das hat niemand auf der Rechnung gehabt: Am Mittwoch, den 23.09., stand plötzlich eine riesige, tiefschwarze Rauchsäule über dem Industriegebiet Rombrock in Iserlohn Sümmern. Grund dafür war ein Großbrand auf dem Gelände eines Müllverwerters1. Die Feuerwehr bekam es mit einer echten Herausforderung zu tun, die sich über Stunden hinziehen sollte.
Zuerst alarmierte die Leitstelle des Märkischen Kreises den Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Löschgruppe Sümmern1. Doch schon auf der Anfahrt war klar: Das wird kein kleiner Einsatz. Die Rauchsäule ließ keinen Zweifel daran, dass hier gleich mehr Kräfte gebraucht werden. Vor Ort zeigte sich dann die Lage: Im Außenbereich waren große Mengen zu Ballen gepresster Kunststoffmüll in Brand geraten1.
Mehrere Angriffsleitungen wurden sofort aufgebaut, um zu verhindern, dass sich das Feuer auf weitere Lagerflächen und Gebäude ausbreitet. Weil absehbar war, dass die Löscharbeiten bis tief in die Nacht dauern würden, wurde das Einsatzstichwort immer weiter hochgestuft – bis hin zum Stadtalarm. Das bedeutete: Alle verfügbaren Löschgruppen der Feuerwehr Iserlohn rückten aus1.
Damit die gepressten Müllquader überhaupt effektiv gelöscht werden konnten, mussten sie erstmal auseinandergezogen werden. Dafür kam das Teleskoplader-Fahrzeug der Berufsfeuerwehr zum Einsatz, später übernahmen ein Radlader und ein Umschlagbagger die Arbeit – beide wurden vom betroffenen Betrieb gestellt und von dessen eigenen Mitarbeitern bedient1.
Um die Löschwirkung zu verbessern, kam zusätzlich Löschschaum zum Einsatz. Da bei so einem Einsatz enorme Mengen an Schaummittel nötig sind, sprangen auch die Feuerwehr Hagen und die Betriebsfeuerwehr AMK (Müllverbrennung Iserlohn) mit Nachschub ein1. Gegen 1 Uhr nachts waren die offenen Flammen endlich unter Kontrolle. Danach ging die mühsame Arbeit weiter: Die Müllberge mussten auf Glutnester durchsucht und diese bei Bedarf abgelöscht werden.
Erst gegen 6:30 Uhr morgens konnte endlich „Feuer aus“ gemeldet werden1. Ab da blieb nur noch eine Brandwache vor Ort, um ein mögliches Wiederaufflammen sofort zu bekämpfen – zum Glück mussten die Kollegen aber nicht mehr eingreifen.
Weil bei so einem Brand viele potenziell gesundheitsschädliche Brandgase entstehen, wurden die Anwohner über die Warnapp informiert, und der Messzug des Märkischen Kreises rückte an. Die gute Nachricht: Bei den Messungen wurden keine gesundheitsschädigenden Werte festgestellt1.
Weil viele Einsatzkräfte durch Löschwasser, Brandrauch und Müll kontaminiert wurden, mussten sie ihre Einsatzkleidung direkt an der Einsatzstelle ausziehen. Die Feuerwehren Menden und Hemer halfen aus und brachten Trainingsanzüge, damit die Kräfte wenigstens trocken nach Hause kommen konnten1.
Leider blieb der Einsatz nicht ganz ohne Blessuren: Drei Einsatzkräfte wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst vor Ort versorgt, bevor sie zur weiteren Untersuchung in Iserlohner Krankenhäuser gebracht wurden. Alle drei konnten die Klinik nach kurzer Zeit wieder verlassen und sind auf dem Weg der Besserung1.
Während des gesamten Einsatzes war die Feuerwache an der Dortmunder Straße durch die Löschgruppen Bremke und Letmathe sowie die Sondereinheit Funk besetzt – die mussten nebenbei auch noch zwei kleinere Einsätze abarbeiten1. Insgesamt waren unzählige Löschgruppen, der Rettungsdienst Iserlohn, der Kreisbrandmeister des Märkischen Kreises sowie Unterstützung aus Hagen, Menden und Hemer im Einsatz.
Die Feuerwehr Iserlohn zeigt sich dankbar für die unkomplizierte und professionelle Unterstützung aus den Nachbarstädten. So ein Großbrand macht einmal mehr klar: Wenn’s drauf ankommt, funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und Feuerwehren im Märkischen Kreis richtig gut.
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