Hitze bis 35 Grad, Waldbrand an der Grenze zu den Niederlanden und Schüsse in Köln: Das sind die wichtigsten News aus NRW am 4. August.
Schwitzen war gestern – und heute leider auch wieder. Zum Wochenstart kletterten die Temperaturen in NRW auf satte 36 Grad, bevor am Abend schwere Gewitter über das Rheinland zogen. Besonders Mönchengladbach, der Kreis Heinsberg und die Aachener Region wurden getroffen: Bäume stürzten um, einzelne Straßen waren zeitweise dicht.1 Die letzte Unwetterwarnung wurde erst um 23.45 Uhr aufgehoben.
Und heute? Ähnliches Bild. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) könnte die Wärmebelastung durch die Schwüle sogar noch extremer werden als am Montag. Die Höchsttemperaturen liegen bei bis zu 35 Grad – in Lünen und Marl bei 33, in Bielefeld und Düren bei 34 Grad. Am Nachmittag drohen erneut kräftige Schauer und Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Also lieber die Regenjacke griffbereit lassen, auch wenn’s morgens noch trocken ist.1
Nicht weit von Weeze, im niederländischen Oostrum, brennt ein Waldgebiet – und das Feuer ist noch nicht unter Kontrolle. Gut 21 Hektar Naturfläche wurden bereits zerstört. Rund 250 Feuerwehrleute aus der Umgebung kämpfen gegen die Flammen, zeitweise unterstützt von zwei Hubschraubern der Armee. Die mussten bei Einbruch der Dunkelheit aber aus Sicherheitsgründen pausieren.1
Die Leitstelle des Kreises Kleve warnte außerdem davor, dass der Brandrauch auch über die Grenze nach Deutschland zieht. Der Flughafen Weeze ist davon aber nicht beeinträchtigt.1
In Köln-Mülheim wurden am Abend vier Menschen durch Schüsse teils schwer verletzt. Offenbar gab es zuvor einen Streit zwischen mehreren Personen. Wer geschossen hat und was genau dahintersteckt, ist laut Polizei noch unklar.1
Trotz der heftigen Regenfälle in der Nacht ändert sich am niedrigen Rheinpegel vorerst nichts – dafür bräuchte es ergiebige Regenmengen auf großer Fläche. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein startet heute mit der Neuvermessung des Flusses: Schiffe fahren gleichzeitig stromabwärts und messen die Tiefe der Fahrrinne, um Veränderungen zu erkennen. Wichtig, um zu wissen, wo und wie Schiffe bei so deutlichem Niedrigwasser noch fahren können.1
In Köln-Klettenberg soll ein Mehrfamilienhaus offenbar mit Absicht zur Schrottimmobilie gemacht werden. Seit zwei Jahren tropft Wasser durch drei Etagen, eine siebenköpfige afghanische Familie musste wegen Lebensgefahr ausziehen und lebt seitdem in einem Hotel in Nippes. Eine der Gesellschafterinnen des Eigentümers ist eine bekannte Kölner Luxusinfluencerin – der Fall landet jetzt vor Gericht.1
Ein anderes Thema, das viele nerven dürfte: öffentliche Toiletten. Die sind in NRW oft echte Mangelware. Die neue EU-Kommunalwasserrichtlinie soll das ändern und verpflichtend „fußläufig“ erreichbare Klos vorschreiben – aber frühestens in drei Jahren. Wuppertal will nicht so lange warten und geht schon jetzt einen eigenen Weg.1
Und dann ist da noch ein besonderer Anlass: NRW wird diesen August 80 Jahre alt! WDR-Reporterinnen und Reporter haben dafür 24 spannende Menschen aus dem ganzen Land porträtiert – von Stahlarbeitern im Ruhrgebiet bis zur Pokémon-jagenden Rentnerin im Münsterland. 24 Stunden, 24 Geschichten. Jeden Abend im August in der Lokalzeit im WDR Fernsehen.1
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!