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Hagen: Wohnung von 19-Jährigem im Zuge von Terrorermittlungen durchsucht
16. Oktober 2026

Terror-Ermittlungen in NRW: Bei einem 19-Jährigen aus Hagen wurde durchsucht, Datenträger sichergestellt.

Neue Durchsuchung im Zusammenhang mit NRW-Terrorermittlungen

In der Terror-Ermittlung rund um einen Fall mit Bezug zu Unna und Hagen gibt es neue Entwicklungen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und die Polizei Dortmund in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gaben, wurde am 16. Oktober 2026 die Wohnung eines 19-jährigen Beschuldigten aus Hagen durchsucht. Dabei stellten die Ermittler Datenträger sicher, deren Auswertung aktuell noch läuft. Waffen wurden bei der Durchsuchung nicht gefunden.

Verdacht: Beteiligung an Verbrechen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz

Der 19-Jährige war im Zuge weiterer Ermittlungen der Polizei Dortmund identifiziert worden. Nach rechtlicher Einschätzung der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf besteht gegen ihn ein Anfangsverdacht wegen des Versuchs der Beteiligung gemäß Paragraf 30 Absatz 2 Strafgesetzbuch. Dieser Paragraf stellt bereits die Verabredung zur Begehung eines Verbrechens unter Strafe. Im vorliegenden Fall geht es laut Ermittlern um den Verdacht eines Verbrechens nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz.

Die Polizei hat für den 19-Jährigen beim zuständigen Amtsgericht eine längerfristige Unterbringung im Polizeigewahrsam beantragt. Eine Entscheidung darüber stand zum Zeitpunkt der Mitteilung noch aus.

Vorgeschichte: Drei Personen Anfang Oktober in Gewahrsam

Der Fall geht auf einen nachrichtendienstlichen Hinweis zurück, aufgrund dessen die Polizei Dortmund bereits am 1. Oktober 2026 drei Personen in Gewahrsam genommen hatte. Wie die Ruhr Nachrichten berichteten, waren damals Spezialkräfte im Einsatz, als drei Männer wegen Terrorgefahr festgenommen wurden. Einer der drei, ein Mann aus Unna, blieb im Gewahrsam, die beiden anderen konnten das Polizeigewahrsam wieder verlassen.

Nach Angaben der Polizei Dortmund handelt es sich bei dem Mann aus Unna um einen 23-Jährigen – in ersten Pressemeldungen war fälschlicherweise von einem 33-Jährigen die Rede gewesen. Das Amtsgericht Unna hat die bereits laufende Unterbringung im Langzeitgewahrsam auf Antrag der Polizei um 14 Tage verlängert.

Ermittlungen dauern weiter an

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und die Polizei Dortmund betonen, dass die weiteren Ermittlungen andauern. Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten derzeit keine zusätzlichen Informationen über die bereits veröffentlichten Angaben hinaus erteilt werden. Presseauskünfte zu dem Verfahren erteilt ausschließlich die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf.

Wie sich die Lage für den 19-Jährigen aus Hagen weiterentwickelt, bleibt vorerst offen. Sobald es neue gesicherte Informationen zu dem Fall gibt, halten wir euch auf dem Laufenden.

Quellen


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