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JVA-Fall Essen: Verdächtiger Mitarbeiter jetzt in Untersuchungshaft
28. Oktober 2026

Essener JVA-Mitarbeiter in U-Haft: Bei Durchsuchungen fanden Ermittler Handys, Datenträger und Bargeld.

Neue Details nach Festnahme am Flughafen

Der Fall rund um den Essener JVA-Mitarbeiter nimmt eine neue Wendung: Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet hatten, wurde der Mann nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub am Flughafen Frankfurt festgenommen. Jetzt gibt’s Updates zu den Ermittlungen – und die haben es in sich.

Der Gelsenkirchener sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung und in der JVA Essen stellten Ermittler laut Essener Polizei zahlreiche Handys, Datenträger und einen mittleren vierstelligen Bargeldbetrag sicher. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa.

Worum geht’s eigentlich?

Der Mann steht unter Verdacht der Bestechlichkeit. Er soll Handys und andere Waren gegen Bezahlung und hochwertige Sachleistungen ins Essener Gefängnis geschmuggelt und dort an Häftlinge verkauft haben. Wie der WDR berichtet, geriet der JVA-Mitarbeiter im Zuge der Fahndung nach dem geflüchteten Häftling Dijvar Gündüz ins Visier der Ermittler.

Der 34-Jährige war Mitte Oktober bei einem Arztbesuch in der Essener Innenstadt spektakulär befreit worden – zwei maskierte Komplizen überwältigten die begleitenden Justizbeamten im Treppenhaus der Arztpraxis. Gündüz und seine beiden Helfer sind weiterhin auf der Flucht.

Verbindung zur Flucht bleibt unklar

Ob der festgenommene JVA-Mitarbeiter tatsächlich etwas mit der Flucht zu tun hat, ist nach wie vor nicht geklärt. Laut Polizei wird genau das aktuell untersucht. Die sichergestellten Datenträger sollen ausgewertet werden, zusätzlich laufen umfangreiche Finanzermittlungen, wie die Welt unter Berufung auf die dpa berichtet.

Der WDR verweist zudem auf einen Bericht der WAZ, wonach in Sicherheitskreisen darüber gesprochen wird, dass der Mitarbeiter den Häftling bereits am Tag vor der Flucht über den bevorstehenden Arztbesuch informiert haben könnte. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.

Justizministerium äußert sich

NRW-Justizminister Dr. Benjamin Limbach bezog laut WDR Stellung zu dem Fall und betonte, dass Bestechlichkeit im Justizvollzug die Sicherheit in den Anstalten gefährde und zugleich eine Gefahr für die ehrlich arbeitenden Bediensteten darstelle. Dafür gebe es null Toleranz, Staatsanwaltschaft und Polizei würden bei der vollständigen Aufklärung unterstützt.

Wie geht’s weiter?

Die Ermittlungen gegen den JVA-Mitarbeiter laufen genauso weiter wie die Fahndung nach Dijvar Gündüz und seinen beiden Komplizen. Bis zur vollständigen Aufklärung bleiben also noch einige Fragen offen – vor allem, ob der Mann wirklich in die spektakuläre Flucht verwickelt war oder „nur“ beim Handy-Schmuggel erwischt wurde.

Quellen


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