Ein 93-jähriger Oberhausener wurde mehrfach von Betrügern kontaktiert. Angehörige sollten informieren und sensibilisieren.
Am Montagnachmittag erhielt ein 93-jähriger Oberhausener einen Anruf von einem angeblichen Polizisten. Der Anrufer behauptete, dass Diebesgut aus einer bereits am 29. Januar angezeigten Straftat wieder aufgetaucht sei und nun für eine Rückgabe zur Verfügung stünde. Bereits Ende Januar hatte der Senior einen echten Vorfall erlebt, bei dem ein vermeintlicher Mitarbeiter eines sozialen Dienstes in seine Wohnung gelangte und eine Geldkassette entwendete.
Nach dem Anruf erschien der betrügerische „Polizist“ erneut an der Wohnungstür des Seniors. Trotz seines Misstrauens ließ der Senior den Unbekannten herein. Dieser übergab ihm angeblich Dokumente, die ihm zuvor gestohlen worden waren, während er den Senior um ein Glas Wasser bat und so erneut die Gelegenheit nutzte, um einen Diebstahl zu begehen.
Umso besorgniserregender ist die Behauptung, dass es sich bei diesen Vorgehensweisen nicht um Einzelfälle handelt. Die Polizei warnt daher, dass solche Betrüger gezielt Senioren ins Visier nehmen, um sie durch Druck und Stress zur Preisgabe von Werten zu bewegen. Angehörige sind aufgefordert, Gespräche über die Gefahren von Betrugsversuchen zu führen, um ihre Eltern und Großeltern zu sensibilisieren.
Die Polizei Oberhausen setzt auf präventive Maßnahmen, um diese Betrugsmaschen zu bekämpfen und hat dazu eine besondere Kampagne ins Leben gerufen. Ziel ist es, Senioren über verschiedene Aktionen und durch emotionales Engagement ihrer Angehörigen zu unterstützen. Dies geschieht unter anderem durch das Verteilen von Stickeralben, die Verhaltensrichtlinien bildlich darstellen.
Die Polizei empfiehlt, im Ernstfall sofort das Telefonat zu beenden oder keinen Zugang zu Fremden in der Wohnung zu gewähren. Weitere Informationen zur Präventionskampagne sind auf der Webseite der Polizei Oberhausen zu finden.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!