Kinder warfen Stöcke von einer Fußgängerbrücke auf die B 477 in Mechernich und beschädigten dabei ein Fahrzeug.
Was sich am Dienstagnachmittag in Mechernich abgespielt hat, ist alles andere als ein harmloser Kinderstreich. Gegen 16.25 Uhr kam es auf der Bundesstraße 477 zu einem richtig gefährlichen Vorfall – und zwar auf der Fußgängerbrücke, die von der Sommerrodelbahn zum Mühlenpark führt.1
Fünf bis sechs Kinder sollen von der Brücke aus Stöcke auf die Fahrbahn geworfen haben. Klingt erstmal nach Kinderquatsch, war aber richtig heftig: Ein Transporter-Fahrer war von Kommern Richtung Mechernich unterwegs und hatte die Kids schon auf der Brücke stehen sehen. Als er am Ende der Brücke ankam, knallte plötzlich ein Gegenstand gegen sein Fahrzeug.1
Der Fahrer hat einen lauten Knall wahrgenommen und danach festgestellt, dass seine Frontscheibe zwei Beschädigungen hatte – er selbst beschrieb es als „Steinschläge“. Zum Glück ist ihm dabei nichts passiert, aber man stelle sich vor, was bei höherer Geschwindigkeit oder einem größeren Gegenstand hätte passieren können.1
Die Polizei war schnell zur Stelle und traf drei Kinder im Alter von zehn und elf Jahren an. Die Eltern wurden sofort informiert und haben ihre Kids direkt vor Ort abgeholt. Für die Kleinen bleibt die Sache aber nicht ohne Konsequenzen: Es wurde eine Anzeige wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gefertigt.1
Auch wenn’s vielleicht nur ein dummer Moment war – Gegenstände von Brücken auf Fahrbahnen zu werfen, ist alles andere als harmlos. Autos, die mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind, können bei sowas massiv beschädigt werden, und im schlimmsten Fall können Menschen ernsthaft verletzt werden. Deshalb wird sowas auch strafrechtlich als „gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr“ eingestuft – und das ist keine Lappalie.
Der Vorfall in Mechernich zeigt mal wieder, wie wichtig es ist, mit Kindern über solche Gefahren zu sprechen. Was für sie vielleicht wie ein lustiges Spiel aussieht, kann für andere lebensgefährlich werden. Eltern und Erziehungsberechtigte sind hier gefragt, ihren Kids klarzumachen, dass solche Aktionen echt ernste Folgen haben können – sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch rechtlich für die Kinder selbst beziehungsweise ihre Familien.
Glücklicherweise ist bei diesem Vorfall in Mechernich niemand verletzt worden, aber der Schreck und der Sachschaden sind da. Die Polizei hat schnell reagiert, die Kinder wurden identifiziert und die Eltern eingeschaltet. Bleibt zu hoffen, dass daraus alle Beteiligten lernen – denn beim nächsten Mal könnte es deutlich schlimmer ausgehen.
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